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Wird das 4+4+4-System im Bildungswesen geändert? Vorschlag für 4+4+3

Nach den Äußerungen des Ministers für Nationale Bildung, Yusuf Tekin, zur Dauer der Schulpflicht haben drei Bildungsverbände vorgeschlagen, die Dauer der gymnasialen Oberstufe auf drei Jahre zu verkürzen und auf ein 4+4+3-System umzustellen.

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Wird das 4+4+4-System im Bildungswesen geändert? Vorschlag für 4+4+3

Nachdem der Minister für Nationale Bildung, Yusuf Tekin, erklärt hatte, dass Diskussionen über die Dauer der Schulpflicht auf die Tagesordnung kommen würden, sind Vorschläge zur Änderung des Bildungssystems erneut in den Fokus gerückt. In einem Bericht, der von der Enderun Özgün Eğitimciler Derneği, der Maarif Platformu und dem Medeniyet Enstitüsü erstellt wurde, wird darauf hingewiesen, dass das derzeitige 4+4+4-System überprüft werden müsse. Es wird vorgeschlagen, die gymnasiale Oberstufe auf drei Jahre zu verkürzen und auf ein 4+4+3-Modell umzustellen.

''DIE SCHULPFLICHT HEMMT DIE BERUFLICHE ENTWICKLUNG''

Im Bericht des Workshops mit dem Titel "Das türkische Bildungssystem und die Auswirkungen der Schulpflicht" wird argumentiert, dass die 12-jährige Schulpflicht die Entwicklung der Fähigkeiten von Schülern, den Erwerb eines Berufs und den frühen Einstieg ins Berufsleben negativ beeinflusse. Im Bericht heißt es dazu:

"Die obligatorische gymnasiale Oberstufe hat den Druck, ein Studium aufzunehmen, erhöht und ist zu einem neuen Synonym für Arbeitslosigkeit geworden. Die Chance eines Schülers im Universitätsalter, eine qualifizierte Fachkraft mit den beruflichen Fähigkeiten zu werden, die die Industrie am dringendsten benötigt, sinkt. Aus diesem Grund sollten die letzten vier Jahre der Schulpflicht abgeschafft und die gymnasiale Oberstufe auf drei Jahre verkürzt werden. Für Schüler, die weiterlernen möchten, sollte der Besuch optional möglich sein."

BETONUNG DER BERUFLICHEN BILDUNG  

Im Bericht wird betont, dass der Mangel an Fachkräften in der Türkei ein ernstes Problem darstelle und Berufsschulen attraktiver gestaltet werden müssten. Dazu heißt es: 

"Berufsschulen sollten nicht länger Schulen sein, die man zwangsläufig besucht, wenn man an keiner anderen Schule aufgenommen wird. Zu diesem Zweck könnte die berufliche Bildung als erste Stufe der Ingenieursausbildung positioniert werden. Der Lehrplan sollte entsprechend neu gestaltet werden, und Berufsschulen sollten zur bevorzugten Wahl für Schüler werden, die Ingenieur werden wollen."


Nachrichtenquelle: 12punto

MEB Bildungsminister Yusuf Tekin