Europas Hotel-Riese meldet Insolvenz an
Die Revo Hospitality Group, bekannt für ihre mehr als 260 Hotels, hat aufgrund schwerwiegender finanzieller Schwierigkeiten offiziell ein Insolvenz- und Restrukturierungsverfahren in Deutschland eingeleitet. Das Unternehmen erklärte, dass der Betrieb fortgeführt werde und die Rechte der Mitarbeiter geschützt blieben.
Die Revo Hospitality Group, ein bedeutender Akteur der europäischen Hotellerie, hat trotz ihrer Aktivitäten in 12 Ländern und 146 verschiedenen Städten aufgrund unüberwindbarer finanzieller Engpässe beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Das Unternehmen, das seit 2008 in der Branche tätig ist und zuvor unter dem Namen HR Group firmierte, hatte in den vergangenen Jahren eine aggressive Wachstumsstrategie verfolgt und in kurzer Zeit eine bedeutende Position auf dem Kontinent mit über 260 Hotels erreicht.
Die Revo Hospitality Group betrieb nicht nur Franchise-Unternehmen für internationale Ketten wie Hilton, Marriott, Accor, Wyndham und IHG, sondern verschaffte sich auch durch eigene Marken wie Vagabond Club, Hyperion und Aedenlife Vorteile. Die in den letzten Jahren beschleunigte Expansion erhöhte jedoch die finanzielle Belastung des Unternehmens und erschwerte dessen Steuerbarkeit.
Im Rahmen des bekannt gegebenen Plans wurde mitgeteilt, dass etwa 140 Tochtergesellschaften der Revo Hospitality Group in das Insolvenzverfahren einbezogen wurden. Zu dieser Entscheidung aufgrund finanzieller Engpässe trugen auch das Ausbleiben der erwarteten Auslastungsziele im Jahresverlauf sowie Umsatzzahlen bei, die unter den für 2025 festgelegten Werten lagen.
KOSTENSTEIGERUNGEN UND INTEGRATIONSPROBLEME WAREN ENTSCHEIDEND FÜR DIE INSOLVENZ
In einer öffentlichen Stellungnahme legte die Unternehmensführung die Gründe für die aktuellen finanziellen Probleme offen dar. Im Text des Unternehmens heißt es:
„Etwa 140 Unternehmen der REVO Hospitality Group haben beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Rund 125 Hotels in Deutschland und Österreich werden ihren Betrieb mit 5.500 Mitarbeitern fortsetzen. Der Prozess wird von gerichtlich bestellten Verwaltern überwacht. Zudem wurden 'steigende Lohnkosten' und der 'starke Anstieg der Mindestlöhne' als Gründe angeführt. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der 'Anstieg der Miet-, Energie- und Lebensmittelkosten' das 'Geschäft negativ beeinflusst' habe. Die Erklärung schloss mit den Worten: 'Vor allem die starke Expansion der Revo Hospitality Group in den letzten Jahren führte zu Doppelstrukturen und Integrationsproblemen.'“
Diese Einschätzung des Unternehmens unterstreicht, dass insbesondere der Anstieg der Mindestlöhne und der allgemeinen Betriebskosten das Ausmaß der Krise verschärft hat. Zudem wurde betont, dass die durch das schnelle Wachstum entstandenen Doppelstrukturen und Anpassungsschwierigkeiten zu den Hauptfaktoren der Insolvenz zählten.
Es wurde mitgeteilt, dass die Hotels, die ihre Aktivitäten in ganz Europa, insbesondere in Deutschland und Österreich, fortsetzen, derzeit nicht schließen werden und die Arbeitsplatzsicherheit der rund 5.500 Mitarbeiter gewahrt bleibt.
Das Unternehmen erklärte, dass der Prozess transparent unter gerichtlicher Aufsicht fortgeführt werde und das finanzielle Fundament der Revo Hospitality Group durch die Restrukturierung gestärkt werden solle.
Branchenvertreter äußern derweil, dass die Zukunft dieser Gruppe, die einen bedeutenden Anteil am europäischen Hotelmarkt hält, erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen haben könnte, die mit dem Franchise-Netzwerk zusammenarbeiten. Es wird erwartet, dass die Kette nach Gesprächen mit internationalen Investoren bis zum Sommer auf ein neues Finanzmodell umstellt. In diesem Prozess wird mit Unterstützung der Kanzlei GT Restructuring eine Umschuldung sowie eine Steigerung der operativen Effizienz angestrebt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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