Ökonom Prof. Dr. Duran Bülbül warnt Kleinanleger: 'Die Börse ist kein sicherer Hafen'
Die Zentralbank hat den Leitzins erwartungsgemäß bei 50 Prozent belassen. Nach der Zinsentscheidung richtete der 12punto-Autor und Ökonom Prof. Dr. Duran Bülbül eine Warnung an Kleinanleger. Er wies darauf hin, dass Kleinanleger in letzter Zeit an der Börse Verluste erlitten haben, und zeigte das geeignetste Anlageinstrument auf.
Die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) hat nach der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (PPK) im November ihre Zinsentscheidung bekannt gegeben. Der Ausschuss beließ den Leitzins unverändert und hielt ihn damit zum siebten Mal in Folge bei 50 Prozent.
Nach der Bekanntgabe der Entscheidung bewertete der 12punto-Autor und Ökonom Prof. Dr. Duran Bülbül die Zinsentscheidung und äußerte Warnungen an Kleinanleger.
"LEITZINS AM MARKT BEI 47 PROZENT"
Prof. Dr. Bülbül erklärte, dass der Leitzins schon lange auf einem stabilen Niveau verharre: "Der Leitzins liegt seit langem stabil bei 50 Prozent. Hätte man diesen Prozess zu Beginn bei einem Niveau von 10 Prozent angehen können, wären die Zinsen nicht so hoch gestiegen und bei etwa 35 Prozent geblieben. Zinsen können jedoch nur durch die Eindämmung von Devisen und die Steigerung der Produktion gesenkt werden. Auch wenn die Zentralbank den Leitzins in dieser Politik bei 50 Prozent hält, liegt der Leitzins am Markt derzeit bei 45 bis 47 Prozent; das ist es, was der Markt bestimmt. Der Markt verkauft die Gelder, die er zu 45 bis 47 Prozent einsammelt, mit einer Differenz von 12-13 Punkten an das Finanzministerium. Diese Zinspolitik hat ihre Wirksamkeit verloren", so seine Worte.
"DEVISENMARKT IM MESSERSCHARFEN GLEICHGEWICHT"
Prof. Dr. Bülbül wies auf die Diskrepanz zwischen dem Marktwert und dem offiziellen Wert hin: "Der von Exporteuren für Dollar und Devisen festgelegte Preis liegt bei etwa 42. Das zeigt uns, dass der Markt in dieser Hinsicht Vorsichtsmaßnahmen ergriffen hat und einen eigenen Wechselkurs gebildet hat. Aus diesem Grund könnte der Devisenkurs eine Zeit lang ohne schnelle Anstiege auf diese Weise langsam weiter steigen. Dies ist ein messerscharfes Gleichgewicht. Es gibt einen Markt, der anfällig für kleine Probleme ist. Der größte Grund dafür ist, dass die Gewährleistung von Stabilität am Markt eine Frage des politischen Vertrauens ist. Der Markt schenkt der Politik, der Regierung und der Opposition, den Produzenten, der Öffentlichkeit, den Exporteuren und den Investoren kein Vertrauen", erklärte er.
"GOLD IST DER SICHERE HAFEN FÜR ANLEGER"
Prof. Dr. Bülbül wies auf den sicheren Hafen für Anleger hin: "In letzter Zeit kann Gold aufgrund der internationalen Konjunktur Schwankungen nach oben und unten erleben. Weltweit ist Gold die sicherste Anlagemethode. Wenn wir langfristig schauen, ist Gold die sicherste Anlage, der sichere Hafen. Am Markt wird derzeit massiv mit einer Art Straßensprache Stimmung gegen Gold gemacht, um die Menschen dazu zu bewegen, ihr Gold in Devisen und Zinsen umzuschichten – das sind Politiken, die den Kleinanleger erneut in Schwierigkeiten bringen werden. Die Börse ist für Kleinanleger kein sicherer Hafen. In letzter Zeit haben Kleinanleger an der Börse Verluste erlitten. Daher wird Gold seine Aktualität als sicherer Hafen bewahren", schloss er seine Ausführungen.
Nachrichtenquelle : Beste Çelik
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