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Zweiter großer Riss unter der Türkei entdeckt! Entsteht in Anatolien ein Ozean?

Der im Süden der Türkei entdeckte neue Riss könnte der Beginn eines geologischen Veränderungsprozesses sein, der Millionen von Jahren andauern wird. Die Verkleinerung des Mittelmeers und die Plattenbewegungen könnten dazu führen, dass die Region zu einer Ozeanküste wird. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass dieser Prozess von schweren Erdbeben und Vulkanausbrüchen geprägt sein wird.

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Zweiter großer Riss unter der Türkei entdeckt! Entsteht in Anatolien ein Ozean?

Die Türkei birgt aufgrund ihrer Lage am Schnittpunkt der eurasischen, afrikanischen, arabischen und anatolischen Platte erhebliche geologische Risiken. Diese strategische Position macht das Land sowohl im Hinblick auf schwere Erdbeben als auch auf vulkanische Aktivitäten zu einem sensiblen Punkt.

Jüngste Untersuchungen haben die Existenz eines großen Risses aufgedeckt, der sich vom Südosten der Türkei bis in den Nordwesten des Iran erstreckt. Ein internationales Forschungsteam der Universität Göttingen erklärte, dass dieser Bruch etwa 30 Millionen Jahre zurückreicht und mit der Zeit wachsen könnte, was die geologische Struktur der Region erheblich verändern würde.

AFRIKANISCHE PLATTE SPALTET SICH: ENTSTEHT EIN NEUER OZEAN?

Wissenschaftler geben an, dass sich die Afrikanische Platte allmählich in zwei Teile spaltet und am Ende dieses Prozesses ein neuer Ozean entstehen könnte. Ein ähnlicher Prozess, der zuvor am Ostafrikanischen Graben beobachtet wurde, könnte nun im Süden der Türkei stattfinden.

Der neu entdeckte Riss, der sich bis in den Iran erstreckt, könnte mit der Zeit breiter werden, was zu einer Verkleinerung des Mittelmeers und einer Veränderung der Küstenlinie in der Region führen könnte. Experten prognostizieren, dass diese geologischen Veränderungen Millionen von Jahren dauern werden, ihre Auswirkungen jedoch langfristig die geografische Struktur der Türkei grundlegend verändern könnten.

PROF. DR. MURAT UTKUCU: PLATTEN WERDEN GEBOREN, WACHSEN UND STERBEN

Prof. Dr. Murat Utkucu, Dozent für Geophysik am Anwendungs- und Forschungszentrum für Katastrophenmanagement der Universität Sakarya, bewertete diesen Prozess mit folgenden Worten:

„Afrika und die Arabische Halbinsel trennten sich vor 30 Millionen Jahren durch Riftbildung, wodurch die Arabische Platte entstand. Die Entwicklung der ozeanischen Platte, die nach der Riftbildung entstand, hält an. Vor etwa 20 Millionen Jahren füllten die Wasser des Indischen Ozeans diese Senke und das Rote Meer entstand.“

„Die Bewegungen der Platten dauern etwa 200 Millionen Jahre. Danach tauchen diese ozeanischen Platten in die Mantelschicht ab und verschwinden. Genau wie Lebewesen werden auch Platten geboren, wachsen und sterben.“

ERDBEBEN UND VULKANAUSBRÜCHE: DIE ZUKUNFT DER TÜRKEI IST GEFÄHRDET

Geologen weisen darauf hin, dass auch die vulkanischen Regionen der Türkei von diesem Prozess direkt betroffen sein könnten. Es wird die Möglichkeit erörtert, dass die Vulkane Erciyes, Hasan Dağı und Melendiz in Zukunft wieder aktiv werden könnten.

Der Vulkanausbruch in der äthiopischen Afar-Senke im Jahr 2005 hatte gezeigt, wie tektonische Bewegungen die kontinentale Trennung beschleunigen können. Experten weisen darauf hin, dass der Riss im Süden der Türkei einen ähnlichen Prozess auslösen könnte.

DIE ZUKUNFT DER TÜRKEI: MÖGLICHE SZENARIEN

  • Der Prozess der Schließung des Mittelmeers wird anhalten.
  • Die Bewegung der Anatolischen Platte nach Westen wird die Erdbebenrisiken erhöhen.
  • Wenn der neu entdeckte Riss wächst, könnte der Süden der Türkei langfristig zu einer Ozeanküste werden.
  • Vulkanische Aktivitäten könnten die geologische Struktur der Region grundlegend verändern.

Wissenschaftler erklären, dass diese geologischen Veränderungen die natürliche Struktur der Türkei langfristig vollständig transformieren könnten. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass der Abschluss des Prozesses Millionen von Jahren in Anspruch nehmen wird.


Nachrichtenquelle: 12punto

Vulkanausbruch Ostanatolische Verwerfung Ozean