2. Neugeborenen-Skandal... Verdächtiger Säuglingstod in Zeytinburnu! Vorwurf der unzureichenden Krankenhausausstattung
Während die Nachwirkungen des Neugeborenen-Skandals anhalten, ist in einem Privatkrankenhaus in Zeytinburnu ein Säugling namens Hamza Taşdemir unter verdächtigen Umständen verstorben. Die Familie Taşdemir hat Strafanzeige gegen das Krankenhaus erstattet und fordert Gerechtigkeit.
Noch bevor die Türkei den Skandal um die „Neugeborenen-Bande“ verarbeitet hat, wurde sie durch einen weiteren verdächtigen Säuglingstod in Zeytinburnu, Istanbul, erschüttert. Das Ehepaar Feride und Alaaddin Taşdemir hatte sich am 16. Januar für die Geburt ihres vierten Kindes an ein Privatkrankenhaus im Bezirk gewandt.
Nach der per Kaiserschnitt durchgeführten Geburt wurde der Familie mitgeteilt, dass der Gesundheitszustand des Babys gut sei. Doch einen Tag später verstarb der kleine Hamza.
Nach der Geburt habe es keinerlei gesundheitliche Probleme gegeben; das Baby Hamza wurde von seiner Mutter gestillt, und bei der ärztlichen Untersuchung wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Vater Alaaddin Taşdemir erklärte: „Hamza kam kerngesund zur Welt. Die Mutter hat das Baby gestillt, es gab keinerlei Probleme. Die Entlassungspapiere waren bereits in die Wege geleitet worden.“
Am 17. Januar, während der Entlassung, bat Mutter Feride Taşdemir um eine letzte Untersuchung. Dabei wurde festgestellt, dass das Baby Atembeschwerden hatte, woraufhin es in den Behandlungsraum gebracht wurde. Die Familie gab an, dass das Baby Hamza vier Stunden lang im Behandlungsraum festgehalten wurde, ohne dass sie in dieser Zeit informiert worden seien.
VERLEGUNG GEPLANT
Die Krankenhausleitung wollte das Baby in ein anderes Privatkrankenhaus verlegen. Als jedoch klar wurde, dass das Baby Hamza verstorben war, lehnte das Zielkrankenhaus die Aufnahme ab. Daraufhin wurde die Familie Taşdemir über den Tod ihres Kindes informiert.
VORWURF DER „UNZUREICHENDEN KRANKENHAUSAUSSTATTUNG“
Vater Alaaddin Taşdemir kritisierte die unzureichenden Bedingungen im Krankenhaus:
„Sie sagten, sie würden unser Kind in ein anderes Krankenhaus verlegen. Doch in diesem Moment erfuhren wir, dass das Kind verstorben war. Selbst die Heizungsanlage des Krankenhauses funktionierte nicht. Aufgrund mangelnder Ausstattung haben wir unser Baby verloren.“
Der leblose Körper des Babys Hamza wurde am 18. Januar zur Obduktion in das Institut für Rechtsmedizin in Yenibosna überführt. Nach Abschluss der Untersuchungen wurde der Leichnam des Babys der Familie übergeben.
STRAFANZEIGE ERSTATTET
Die Familie Taşdemir, die den Tod ihres Babys für verdächtig hält, begab sich zur Polizeistation in Zeytinburnu und erstattete Strafanzeige gegen das Privatkrankenhaus. Die Familie fordert, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und Gerechtigkeit geübt wird.
Nachrichtenquelle : 12punto
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