Auf vier weitere Städte ausgeweitet: Flut von Hinweisen zum „Neugeborenen-Clan“!
Es wurde bekannt, dass nach den Säuglingstoden in Krankenhäusern in Istanbul und Tekirdağ nun auch aus Niğde, Sakarya, Kocaeli und Antalya ähnliche Hinweise zum sogenannten „Neugeborenen-Clan“ eingegangen sind.
Der „Neugeborenen-Clan“, der für den Tod zahlreicher Babys verantwortlich gemacht wird, die in Istanbul und Tekirdağ gezielt in Privatkliniken verlegt wurden, um unrechtmäßige Gewinne zu erzielen, hält die Türkei in Atem.
Die Ermittlungen gegen die mörderische Bande wurden auf Anzeige der Gesundheitsdirektion der Provinz Istanbul unter der Koordination der Generalstaatsanwaltschaft Büyükçekmece am 21. Mai 2023 eingeleitet.
Ab dem 20. Juni 2023 wurden die Verdächtigen in zwei separaten Operationen festgenommen. Am 30. August 2024 wurde bekannt, dass der Anwalt der inhaftierten Verdächtigen den ermittelnden Staatsanwalt bedroht hatte.
Die Anklageschrift gegen 47 Verdächtige, von denen 22 inhaftiert sind, wurde am 16. Oktober fertiggestellt.
Nachdem Details der 400-seitigen Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Bakırköy an die Öffentlichkeit gelangten, wurden die Lizenzen von 10 beteiligten Krankenhäusern entzogen.
Unter den Krankenhäusern, deren Lizenz entzogen wurde, befindet sich auch das Özel Avcılar Hospital des ehemaligen Gesundheitsministers Mehmet Müezzinoğlu.
Die Krankenhäuser, deren Lizenz entzogen wurde, sind:
Özel Avcılar Hospital, Özel TRG Hospitalist Hastanesi, Özel Birinci Hastanesi, Özel Güney Hastanesi, Özel Bağcılar Medilife Hastanesi, Özel Beylikdüzü Medilife Hastanesi, Özel Reyap İstanbul Hastanesi, Özel Şafak Hastanesi Bağcılar und Özel Silivri Kolan Hospital
Während die Türkei seit Tagen über den Skandal um den „Neugeborenen-Clan“ spricht, gehen nach Istanbul und Tekirdağ nun auch Hinweise aus Anatolien ein.
Wie die Zeitung Türkiye berichtet, sind auch aus Niğde, Sakarya, Kocaeli und Antalya ähnliche Hinweise zu der mörderischen Bande eingegangen.
Unter den Hinweisen befand sich der Fall eines „32 Wochen alten Babys, das operiert werden musste und dafür von einem Universitätsklinikum in eine Privatklinik verlegt wurde“.
In demselben Hinweis wurde angegeben, dass die Behandlung einen Monat dauerte und das Baby während dieses Prozesses verstarb.
In einem weiteren Hinweis wurde behauptet, dass der Familie eines Babys, das wegen Diabetes im Brutkasten lag, mitgeteilt wurde, es habe „pathologische Gelbsucht und Leber- sowie Nierenversagen“, während im Totenschein jedoch „natürlicher Tod“ vermerkt war.
IDENTITÄT DES BABYS NICHT AN FAMILIE HERAUSGEGEBEN
In diesem Fall wurde zudem behauptet, dass der behandelnde Arzt die Identitätspapiere des Babys an sich nahm und sie der Familie nicht mehr zurückgab.
GELD VON DER FAMILIE GEFORDERT
Ein weiterer Hinweis besagt, dass von der Familie Geld für eine Stickoxid-Gastherapie gefordert wurde, wobei trotz des Versprechens, eine Rechnung auszustellen, dies nie geschah.
In dem Hinweis, in dem der Tod des betreffenden Babys erwähnt wird, wurde zudem angegeben, dass der Familie die Behandlungsunterlagen nicht ausgehändigt wurden.
NIEMALS AN MASCHINEN ANGESCHLOSSEN
In einem Hinweis zu einer Privatklinik, in dem behauptet wurde, ein gesund geborenes Baby sei „von Geburt an intubiert worden“, wurde bekannt, dass das Baby niemals an eine Maschine angeschlossen war.
Die trauernde Familie behauptete, dass ihr Kind in der Nacht verstarb, sie jedoch erst am Morgen darüber informiert wurden.
Nachrichtenquelle : 12punto
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