Erste Details zur Regelung der „Gleichheit beim Strafvollzug“ bekannt, die PKK-Mitgliedern eine Amnestie ermöglicht
Weitere 50.000 Häftlinge sollen entlassen werden. Mit der neuen Regelung wird der Anwendungsbereich des Amnestiegesetzes für Terrorstraftäter ausgeweitet. Durch die Regelung zur „Gleichheit beim Strafvollzug“ wird Mitgliedern der Terrororganisation PKK die Möglichkeit einer Haftentlassung eingeräumt.
Mit der neuen Regelung wird Zehntausenden Häftlingen der Weg in die Freiheit geebnet. Es wurde bekannt gegeben, dass die Zahl der Verurteilten, die von der im Rahmen des 11. Justizpakets getroffenen Regelung profitieren werden, bei fast 55.000 liegt.
Allerdings hatte Feti Yıldız von der MHP angekündigt, dass diese Zahl auf bis zu 115.000 steigen werde und die Entlassungen schrittweise erfolgen würden.
Die regierungsnahen Medien kündigten diese Stufen als Regelung zur „Gleichheit im Strafvollzug“ an und berichteten, dass für etwa 50.000 weitere Häftlinge die Tür zur Entlassung geöffnet werde. Während es in der ersten justiziellen Regelung hieß, dass Terrorstraftäter nicht in den Entlassungsprozess einbezogen würden, steht mit der neuen Regelung nun auch eine Amnestie für PKK-Mitglieder auf der Tagesordnung.
NEUE AMNESTIEREGELUNG FÜR PKK-HÄFTLINGE
Die zweite Phase des von der Regierung vorbereiteten Amnestiegesetzes wird PKK-Mitglieder umfassen. Nach dem Besuch von Pervin Buldan von der DEM-Partei bei MHP-Chef Devlet Bahçeli wurde erklärt, dass die zweite Phase des İmralı-Prozesses eingeleitet worden sei. Bahçelis Äußerungen in diesem Prozess befeuerten die Diskussionen darüber, dass der Anwendungsbereich des Amnestiegesetzes ausgeweitet werden würde.
Die Regelung zur „Gleichheit im Strafvollzug“ ist ein wichtiger Schritt zur Angleichung der tatsächlichen Haftzeiten der in den Gefängnissen verbliebenen Häftlinge. Ziel ist es, Häftlinge, die die Hälfte ihrer Haftzeit verbüßt haben, schrittweise zu entlassen. PKK-Mitglieder, die ihre Haftzeit erfüllt haben, könnten mit dieser Regelung freikommen.
FETÖ UND ANDERE TERRORORGANISATIONEN BLEIBEN AUSGESCHLOSSEN
Mit der neuen Regelung wird die Dauer der Strafen für Terrorverbrechen auf drei Viertel reduziert. Von dieser Regelung werden jedoch nur PKK-Mitglieder profitieren können.
FETÖ und andere Terrororganisationen werden nicht in diese Regelung einbezogen, da sie ihre Organisationen nicht auflösen. Nur PKK-Mitglieder können von dieser Regelung profitieren, sofern ihre Organisation sich auflöst.
Die Regierung kündigte an, dass sie diese Regelung vereinfachen und verständlicher gestalten wolle. Zudem ist das Ziel, dass die getroffene Regelung dauerhaft Bestand hat. Es wird erwartet, dass im Einklang mit den Vorschlägen der politischen Parteien zur Angleichung der Strafvollzugszeiten ein Bericht erstellt wird. Dieser Bericht wird den Rahmen für die geplante gesetzliche Regelung abstecken.
VON DER REGELUNG AUSGESCHLOSSENE STRAFTÄTER
Laut einem Bericht von Sözcü werden im 11. Justizpaket FETÖ-Mitglieder, mit Terrororganisationen verbundene Straftäter, Bauunternehmer im Zusammenhang mit Erdbeben sowie Personen, die Verbrechen gegen Frauen und Kinder begangen haben, von der Regelung ausgeschlossen.
Die neue Regelung wird die Entlassung von 50.000 der 115.000 in den Gefängnissen verbliebenen Häftlinge ermöglichen. Es wird jedoch für einige Straftätergruppen nicht möglich sein, von diesem Gesetz zu profitieren.
Nachrichtenquelle : 12punto
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