Evakuierungsplan für Istanbul nach einem Erdbeben: Übergangspunkte und alternative Routen
Nach einem Erdbeben der Stärke 6,2 in Istanbul rücken die Vorbereitungen für die Evakuierung der Megacity erneut in den Fokus. Den Szenarien des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur zufolge bilden der Marmara-Autobahnring sowie Brücken und Viadukte das Fundament für einen sicheren Evakuierungsprozess nach einem Beben.
Das Erdbeben der Stärke 6,2, das sich kürzlich in Istanbul ereignete, hat die Bedeutung der für die Megacity erstellten Evakuierungspläne erneut verdeutlicht. Den vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur erstellten Szenarien zufolge werden 237 Brücken und Viadukte kritische Übergangspunkte bei der Evakuierung Istanbuls sein.
TGRT Haber zufolge sind die für Istanbul geplanten Evakuierungsszenarien wieder in den Fokus gerückt.
Unter der Koordination des Innenministeriums wurde in Zusammenarbeit mit dem Gouverneursamt Istanbul, der Katastrophenschutzbehörde AFAD, dem Provinzgendarmeriekommando und anderen öffentlichen Einrichtungen ein detaillierter Erdbebenaktionsplan erstellt.
EVAKUIERUNG ÜBER DEN SEWEG
Im Rahmen des Evakuierungsplans ist vorgesehen, dass Hunderttausende Bürger die Stadt verlassen. Hierfür wurden 23 Evakuierungsgebiete eingerichtet.
Für Evakuierungen über den Seeweg werden der Fähranleger Sirkeci, das See-Bus-Terminal Yenikapı, der Schnellfähranleger Pendik, der Anleger İstinye, der Fähranleger Harem und der Hafen Zeyport in Zeytinburnu in Betrieb genommen. Die Fähren der Stadtverwaltung (Şehir Hatları), Seebusse, Fahrzeuge der Küstensicherheit und die maritimen Einheiten der Küstenwache werden die Evakuierung der Bürger von diesen Punkten aus sicherstellen.
EVAKUIERUNG ÜBER DEN LANDWEG
Für Evakuierungen über die Schiene wurden drei wichtige Punkte festgelegt: die Bahnhöfe Yeşilköy, Halkalı und Tuzla.
Bei Evakuierungen über den Straßenweg werden die Busbahnhöfe Esenler, Alibeyköy, Samandıra und Harem als Evakuierungsausgangszentren genutzt. Die Bürger werden mit Pendelverkehr zu diesen Bereichen gebracht.
EVAKUIERUNG AUS DER LUFT
Auch der Luftweg wurde in den Evakuierungsprozess einbezogen.
Der Flughafen Istanbul, der Flughafen Atatürk und der Flughafen Sabiha Gökçen werden eine aktive Rolle bei den Evakuierungen übernehmen. Auf diese Weise werden den Bürgern, die die Stadt verlassen möchten, alle Transportmöglichkeiten geboten.
Bei der Evakuierung gilt eine Prioritätenliste: Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, Kinder und Frauen werden zuerst evakuiert. Kommunalverwaltungen und Sicherheitskräfte werden die Bürger während des Evakuierungsprozesses anleiten.
PROVINZEN, IN DIE ERDBEBENOPFER GEBRACHT WERDEN
Die Provinzen, in denen Erdbebenopfer vorübergehend untergebracht werden sollen, wurden in zwei Hauptgruppen eingeteilt. Die erste Gruppe besteht aus den Provinzen Balıkesir, Eskişehir, Ankara, Manisa, İzmir, Afyonkarahisar, Konya, Antalya, Denizli, Samsun und Kayseri.
Die zweite Gruppe umfasst Adana, Antep, Malatya, Trabzon, Diyarbakır, Erzurum und Erzincan, die bei Bedarf aktiviert werden.
Nachrichtenquelle : 12punto
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