Ist künstliche Intelligenz eine Bedrohung für die menschliche Psychologie? Warnung von Experten!
Kann künstliche Intelligenz, die sich jeden Tag mehr in den Mittelpunkt unseres Lebens rückt, eine Bedrohung für unsere Psyche darstellen? Die Fachpsychologin Merve Umay Candaş Demir bewertete die psychologischen Risiken, die durch künstliche Intelligenz entstehen können.
Obwohl Anwendungen der künstlichen Intelligenz den Alltag erleichtern, können sie die menschliche Kommunikation nicht vollständig ersetzen.
ÜBERMÄSSIGE NUTZUNG FÜHRT ZU EINSAMKEITSGEFÜHLEN
Experten zufolge bringt die Verbreitung künstlicher Intelligenz auch einige psychologische Risiken mit sich. Die klinische Fachpsychologin Merve Umay Candaş Demir erklärte, dass künstliche Intelligenz nicht in den privaten Bereich eingreifen dürfe und die Einhaltung ethischer Grenzen unerlässlich sei.
Die klinische Fachpsychologin Merve Umay Candaş Demir vom NP Feneryolu Medizinzentrum der Üsküdar-Universität wies auf die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die menschliche Psychologie hin.
Demir betonte, dass im Alltag weit verbreitete KI-Anwendungen in Bezug auf emotionale Interaktion unzureichend seien, und wies darauf hin, dass dies Gefühle von sozialer Isolation, Einsamkeit und Wertlosigkeit verstärken könne.
"KÜNSTLICHE INTELLIGENZ KANN MENSCHLICHE KOMMUNIKATION NICHT ERSETZEN"
Demir erinnerte daran, dass künstliche Intelligenz in Haushalten, Telefonen, Suchmaschinen und intelligenten Systemen eingesetzt werde, und sagte: "Werkzeuge wie sprachgesteuerte Anwendungen und Saugroboter bieten im Alltag erhebliche Erleichterungen. Dennoch bleibt menschliche Kommunikation unverzichtbar."
Demir erklärte, dass es nicht möglich sei, Gefühle mit künstlicher Intelligenz zu teilen, und bewertete: "Menschen möchten Individuen mit natürlicher Intelligenz gegenüberstehen, die Empathie zeigen können. Automatische Sprachantwortsysteme vermitteln den Betroffenen oft das Gefühl, nicht verstanden zu werden."
BETONUNG VON ETHISCHEN GRENZEN UND PRIVATSPHÄRE
Demir betonte, dass künstliche Intelligenz keine ethischen Grenzen überschreiten dürfe: "Diese Technologie sollte nicht dazu verwendet werden, das Verhalten von Menschen zu steuern oder Konsumgewohnheiten zu beeinflussen. Zudem ist es inakzeptabel, dass sie in die Privatsphäre der Menschen eingreift. Die Kontrolle über künstliche Intelligenz muss unbedingt in menschlicher Hand bleiben", sagte sie.
"EMOTIONALE FAKTOREN DÜRFEN NICHT IGNORIERT WERDEN"
Demir sagte, dass sich wissenschaftliche Studien zur Psychologie der künstlichen Intelligenz eher auf Entscheidungsprozesse im menschlichen Gehirn konzentrierten und emotionale Faktoren meist vernachlässigt würden. "Dabei bilden Emotionen die Grundlage menschlicher Entscheidungen. Ohne emotionale Interaktion ist es für künstliche Intelligenz nicht möglich, menschliche Intelligenz vollständig nachzuahmen", sagte sie.
RISIKO VON EINSAMKEIT, ABHÄNGIGKEIT UND AUFMERKSAMKEITSSTÖRUNGEN
Demir erklärte, dass eine übermäßige Nutzung künstlicher Intelligenz negative Auswirkungen auf die menschliche Psychologie haben könne, und führte weiter aus:
"Die übermäßige Nutzung künstlicher Intelligenz kann die Kreativität einer Person hemmen. Zudem können soziale Medien und andere KI-gestützte Technologien den Boden für psychologische Probleme wie Aufmerksamkeitsdefizite, Abhängigkeit und Impulskontrollstörungen bereiten. Die Schwächung sozialer Bindungen kann bei Individuen Gefühle von Wertlosigkeit, Einsamkeit und Isolation verstärken."
Demir fügte hinzu, dass die Vorteile der Technologie nicht ignoriert werden sollten, der Schutz menschlicher Beziehungen jedoch immer Priorität haben müsse.
Nachrichtenquelle : 12punto
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