Schockierende Details in der Anklageschrift zur „Neugeborenen-Bande“... Schmuggel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten: „Wirkt wie ein Betäubungsmittel“
In der Anklageschrift gegen die sogenannte „Neugeborenen-Bande“, die beschuldigt wird, Neugeborene in Intensivstationen privater Krankenhäuser eingewiesen und dort deren Tod verursacht zu haben, ist ein weiterer Skandal ans Licht gekommen. Der Anklageschrift zufolge sollen verschreibungspflichtige Psychopharmaka illegal beschafft und verkauft worden sein.
In der Anklageschrift gegen die sogenannte „Neugeborenen-Bande“, die beschuldigt wird, neugeborene Notfallpatienten gezielt in die Neugeborenenstationen von Vertragskrankenhäusern eingewiesen, dadurch deren Tod verursacht und sich unrechtmäßig bereichert zu haben, sind brisante Details enthalten.
In der Anklageschrift wird behauptet, dass die Verdächtigen vorab über anstehende Inspektionen in einigen Krankenhäusern informiert waren und entsprechende Vorkehrungen trafen.
Vorwurf des Medikamentenschmuggels
Wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet, weist die Anklageschrift darauf hin, dass insbesondere Medikamente, die zur psychologischen Behandlung eingesetzt werden und eine betäubende Wirkung haben, unter der Hand beschafft und verkauft wurden.
In der Anklageschrift, in der behauptet wird, dass Medikamente aus dem Özel Güney Hastanesi geschmuggelt und verkauft wurden, werden verschiedene Namen genannt. Eine in der Anklageschrift enthaltene Aussage lautet wie folgt:
„In Bezug auf die Themen, die in den Gesprächsinhalten vorkamen, arbeiteten die Personen namens Renas und Fehmi zusammen und überwiesen sich gegenseitig Babys. Hüseyin und Doğukan haben zwischen 2022 und 2023 Medikamente aus dem Güney Hastanesi geschmuggelt und verkauft. Die Einnahmen aus diesen Medikamentenverkäufen belaufen sich auf etwa 1.000 TL. Als ich Doğukan darauf ansprach, sagte er mir, dass die Psychiatrieabteilung des Krankenhauses die Untersuchungsgebühr auf 1.500 TL festgesetzt habe und er das Medikament namens Lyrica unter der Hand verkaufe; zudem verkaufe auch ein männlicher Angestellter der krankenhausinternen Apotheke, der ein Verwandter der Krankenhausbesitzerin Müzeyyen (Ayşe Müzeyyen Yurtoğlu) sei, auf diese Weise Medikamente.“
Beschaffung von Medikamenten mit rotem Rezept
Eine weitere Aussage in der Anklageschrift enthält Vorwürfe bezüglich der Beschaffung und Verwendung von „Aldolan“, einem psychologischen Medikament, das ebenfalls eine betäubende Wirkung hat. In dieser Aussage wurden folgende Details hervorgehoben:
„Im Reyap Hastanesi sprachen Sümeyye Nur Aslan und eine für die Datenverarbeitung zuständige Person auf Anweisung von Fırat Sarı über manipulierte Grafiken. Das in den Gesprächen erwähnte Medikament Aldolan wurde ständig von Hakan Doğukan Taçcı konsumiert.“
„Sie gaben an, dass dieses Medikament nur mit einem roten Rezept verkauft wird und eine betäubende Wirkung hat. Das Medikament wurde von Personen namens Osman und Yalçın bezogen, die laut Angaben in Istanbul wohnen. Sie erklärten, dass sie das Medikament von Osman über einen Kurier gekauft hätten.“
In der Anklageschrift wird behauptet, dass die Verdächtigen durch die Einweisung von neugeborenen Notfallpatienten in vorab vereinbarte Krankenhäuser unrechtmäßige Gewinne erzielt hätten.
Es wird behauptet, dass es durch die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der betreffenden Krankenhäuser zu Situationen kam, die zum Tod der Babys führen konnten. Im Rahmen der Ermittlungen wurden die Rolle der Krankenhäuser in diesem Prozess sowie die Details der Handlungen der Verdächtigen untersucht.
Nachrichtenquelle : 12punto
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