Unterschiede beginnen im Mutterleib: Bei Frauen dominiert die graue, bei Männern die weiße Substanz!
Eine umfassende, von der Universität Cambridge geleitete Studie, bei der Gehirnscans von mehr als 500 Neugeborenen untersucht wurden, hat ergeben, dass das Gehirn von Männern und Frauen von Geburt an unterschiedlich programmiert ist.
MEHR ALS 500 BABYS IN STUDIE UNTERSUCHT
Eine neue Studie hat gezeigt, dass sich das männliche und weibliche Gehirn von Geburt an unterschiedlich entwickelt.
In der Untersuchung, die als eine der größten Studien zur Anatomie des neugeborenen Gehirns beschrieben wird, analysierten Wissenschaftler die Kopfscans von mehr als 500 Babys.
GRAUE SUBSTANZ BEI MÄDCHEN, WEISSE BEI JUNGEN
Bei den Scans wurde festgestellt, dass Mädchen mehr graue Substanz im Gehirn aufweisen, während bei Jungen die weiße Substanz stärker ausgeprägt ist.
Es wurde darauf hingewiesen, dass die graue Substanz eine entscheidende Rolle bei geistigen Funktionen wie Gedächtnis, Emotionen und Informationsverarbeitung spielt.
Die weiße Substanz hingegen soll die Informationsübertragung zwischen den Gehirnzellen beschleunigen und so die Informationsverarbeitungskapazität des Körpers erhöhen.
Die Hauptautorin der Studie, Yumnah Khan, wies mit der Aussage: "Die bei der Geburt beobachteten Geschlechtsunterschiede scheinen bis ins Erwachsenenalter fortzubestehen", auf die langfristigen Auswirkungen der Ergebnisse hin.
DIE UMFASSENDSTE STUDIE ZUR ANATOMIE DES NEUGEBORENEN GEHIRNS
Die in Zusammenarbeit mit dem King's College London, dem Imperial College London und der Universität Oxford durchgeführte Studie gilt als die bisher umfassendste Untersuchung zur Anatomie des neugeborenen Gehirns.
In der Studie wurden die Gehirnvolumina von 514 Babys im Alter von 0 bis 28 Tagen (236 Mädchen und 278 Jungen) mittels MRT untersucht.
Die Ergebnisse zeigten, dass das Gehirnvolumen von Jungen im Allgemeinen größer ist als das von Mädchen, und wiesen zudem auf geschlechtsspezifische Unterschiede bei der sensorischen Verarbeitung und der motorischen Kontrolle hin.
FRAUEN BESSER BEI DER GEDÄCHTNISVERARBEITUNG
Im Einklang mit diesen Gehirnentwicklungen zeigte sich, dass Frauen ein ausgeprägteres emotionales Bewusstsein und bessere Fähigkeiten zur Gedächtnisverarbeitung besitzen, während bei Männern die Orientierungsfähigkeit und das Bewusstsein für die physische Umgebung stärker hervortreten.
UNTERSCHIEDE BEGINNEN IM MUTTERLEIB
Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Unterschiede bereits im Mutterleib entstehen, jedoch nach der Geburt deutlicher werden.
Die in der Fachzeitschrift Biology of Sex Differences veröffentlichte Studie wird als neuer Meilenstein für das Verständnis geschlechtsspezifischer Unterschiede im Gehirn angesehen.
Nachrichtenquelle : 12punto
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