COPD kann auch bei Nichtrauchern auftreten
Der Facharzt für Lungenheilkunde Prof. Dr. Tevfik Özlü erklärte, dass die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) am häufigsten bei Männern über 40 bis 50 Jahren auftritt, die über viele Jahre geraucht haben. Özlü betonte: „Daher wird sie oft fälschlicherweise als reine Raucherkrankheit angesehen, doch COPD kann auch bei Menschen entstehen, die nie geraucht haben.“
Der Facharzt für Lungenheilkunde Prof. Dr. Tevfik Özlü gab wichtige Informationen zur COPD-Erkrankung. Prof. Dr. Özlü definierte COPD wie folgt: „COPD, ein Akronym für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, ist eine chronische Lungenerkrankung, die durch eine Verengung der Atemwege gekennzeichnet ist. Sie äußert sich durch Beschwerden wie Husten, Auswurf, Atemnot und pfeifende Atemgeräusche.“
„TRITT HÄUFIGER BEI MÄNNERN AUF“
Özlü wies darauf hin, dass COPD bei Männern häufiger diagnostiziert wird: „COPD ist eine Erkrankung, die am häufigsten bei Männern über 40 bis 50 Jahren auftritt, die über viele Jahre geraucht haben. Deshalb wird sie oft als reine Raucherkrankheit wahrgenommen. Das ist jedoch nicht korrekt. COPD kann auch bei Personen auftreten, die nie geraucht oder Tabakprodukte konsumiert haben.“
Zu den Ursachen der Krankheit erklärte Özlü: „Berufliche Belastungen, Luftverschmutzung in Innenräumen und im Freien, Atemwegsinfektionen in der Kindheit, Frühgeburten, niedriges Geburtsgewicht, Passivrauchen während der Schwangerschaft oder in der Kindheit, Passivrauchen durch den Partner sowie bestimmte genetische Faktoren können zur Entstehung von COPD beitragen. Besonders häufig entwickelt sich COPD bei Nichtrauchern, die über lange Zeit den Rauch von Biokraftstoffen wie Holz, Kohle oder getrocknetem Dung einatmen, die in ländlichen Gebieten in Öfen, Herden oder offenen Feuerstellen zum Heizen und Kochen verwendet werden.“
„AUCH NICHTRAUCHER SIND GEFÄHRDET“
Özlü betonte, dass sich das tägliche Leben von Frauen in ländlichen Gebieten oft um das Feuer dreht: „Neben dem Kochen und Heizen finden dort auch soziale Zusammenkünfte mit Nachbarn und Familienmitgliedern statt, bei denen gegessen, getrunken und Tee oder Kaffee getrunken wird. In Hochlandgebieten, auf Almen und in hochgelegenen Dörfern werden die Öfen das ganze Jahr über befeuert. Deshalb diagnostizieren wir COPD bei älteren Frauen, die nie geraucht haben, aber mit Atemnot, pfeifenden Atemgeräuschen und Husten zu uns kommen. Insbesondere die Verwendung dieser Brennstoffe in geschlossenen Räumen und im Haus erhöht das Risiko massiv.“
Zur Bedeutung der Behandlung sagte Prof. Dr. Özlü:
„Diese Patienten werden oft fälschlicherweise mit der Diagnose Atemwegsinfektion und mit Antibiotika sowie symptomlindernden Medikamenten behandelt; die Beschwerden verschwinden jedoch nicht oder kehren nach einer kurzen Linderung zurück. Durch eine Untersuchung, Lungenfunktionstests und bildgebende Verfahren der Lunge kann eine COPD-Diagnose gestellt werden. Mit der entsprechenden COPD-Therapie lassen sich die Symptome kontrollieren und die Lebensqualität verbessern.“
Nachrichtenquelle: İHA
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