Es hat sich herausgestellt, dass Kräutertees Gesundheitsproblemen vorbeugen
Es hat sich gezeigt, dass die in Tee – dem weltweit am zweithäufigsten konsumierten Getränk – enthaltenen Substanzen wie alkaloid-phenolische Verbindungen, Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren dank ihrer entzündungshemmenden Wirkung dazu beitragen können, bestimmte Gesundheitsprobleme wie Diabetes, gynäkologische Erkrankungen, dermatologische Leiden und Schlafstörungen zu verhindern.
In einigen Studien am Menschen wurde beobachtet, dass die Polyphenole im schwarzen Tee die Krebsentstehung hemmen, das LDL-Cholesterin (Low-Density-Lipoprotein) um 11,1 % senken und Atherosklerose (Arterienverkalkung) vorbeugen können.
In epidemiologischen Studien in den USA wurde festgestellt, dass der Konsum von zwei Tassen Tee pro Tag dazu beitragen kann, das Risiko eines Todes durch Herzinfarkt zu verringern.
Der Kardiologe Muhammed Keskin hat einige Kräutertees aufgelistet, die nicht nur unser Bedürfnis nach Wärme bei kaltem Wetter stillen, sondern dank ihrer antioxidativen Wirkung auch vor Krankheiten schützen und „Schluck für Schluck Heilung“ bieten:
LINDE: Die Lindenpflanze enthält die Vitamine B6, A, C und P sowie wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Mangan. Sie kann bei der Behandlung von Herzrasen, Gefäßverschlüssen sowie einigen Beschwerden des Atemwegs- und Kreislaufsystems von Nutzen sein. Zudem wirkt sie blutdrucksenkend. In Studien wurde nachgewiesen, dass Quercetin, ein in Lindenblütentee enthaltenes Antioxidans, besonders wirksam gegen Entzündungen im Herz-Kreislauf-System ist. Darüber hinaus ist bekannt, dass Lindenblütentee durch seine harntreibende Wirkung hilft, Nieren und Blase zu reinigen sowie Nierensteine und -grieß auszuspülen. Gleichzeitig hat er heilende Wirkungen bei Erkrankungen des Nerven-, Verdauungs- und Immunsystems, der Haut sowie der oberen Atemwege.
GRÜNER TEE: Die heilende Kraft des grünen Tees beruht auf den Katechinen, einer antioxidativen Verbindung in den Teeblättern. Dank der enthaltenen Flavone senkt er den Cholesterinspiegel und hilft, die kognitive Leistung zu steigern, indem er kurzfristig die Vernetzungsfähigkeit des Gehirns, das Lernen und das Gedächtnis verbessert. Eine Tasse (2 Gramm trockene Teeblätter) deckt 150–200 mg des täglichen Bedarfs von 1000 mg Flavonoiden und reduziert Herzerkrankungen um 20 %. Flavonoide erhöhen die Produktion von Stickstoffmonoxid, das die Blutgefäße entspannt und den Blutdruck senkt.
Kamillentee: Kamillentee reduziert dank seiner Antioxidantien und insbesondere des enthaltenen Apigenins das Angstniveau bei Patienten nach einem Herzinfarkt sowie bei Bluthochdruckpatienten und sorgt für eine friedliche Ruhe. Zudem wurde in einer Studie mit 64 Diabetes-Patienten festgestellt, dass das Trinken von Kamillentee zu den Mahlzeiten das Gesamtcholesterin, Triglyzeride und das LDL-Cholesterin senkt.
Pfefferminztee: Es ist bekannt, dass Pfefferminztee Übelkeit lindert und bei Erkältungen sowie Leberbeschwerden hilft. Er wirkt zudem magenberuhigend und wird bei der Behandlung von Erkältungen eingesetzt, um die oberen Atemwege zu befreien. Dank seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkung hemmt er die Vermehrung von Keimen, stärkt das Immunsystem und schützt vor Krebs und Herzerkrankungen. Darüber hinaus besitzt er schmerzlindernde und blutzuckerregulierende Eigenschaften. Jüngste Studien zeigen, dass er dank seiner Inhaltsstoffe eine schützende Wirkung vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufweist und antidepressive, konzentrationsfördernde sowie gedächtnisstärkende Effekte hat. Die zur Vorbeugung von Herzerkrankungen empfohlene Form ist „Mentha pulegium L.“
WEISSDORN: Weißdorn kann als Tee konsumiert werden, indem die getrockneten Blüten (1,5–3,5 g/Tag), Blätter oder Früchte in einer French Press aufgebrüht werden. Studien deuten darauf hin, dass Weißdorn bei der Behandlung von Herzinsuffizienz hilft, den Cholesterinspiegel im Blut senkt, die Stickstoffmonoxid-Freisetzung erhöht, den Blutdruck ausgleicht und nervöses Herzrasen verhindert.
Salbeitee: Salbeitee zeigt viele Wirkungen, allen voran die Stärkung des Gedächtnisses, den Schutz vor Infektionen, die Verringerung von Schwitzen, den Ausgleich des Blutzuckerspiegels sowie die Linderung von Symptomen bei Bronchitis, Asthma und nach der Menopause. Der Konsum von Salbeitee wird insbesondere Personen mit entzündlichen Erkrankungen (wie rheumatoider Arthritis), bronchialem Asthma und Atherosklerose (Arterienverkalkung) empfohlen. In Studien wurde beobachtet, dass Salbeitee den Behandlungsprozess von Herzerkrankungen unterstützt, indem er die Oxidation von LDL-Cholesterin verhindert.
Nachrichtenquelle: 12punto
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