Warnung von Dr. Hülya Yüksel vor Lymphödemen: Schwellungen und Schmerzen können ernsthafte Probleme verursachen
Dr. Hülya Yüksel, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Acıbadem Kayseri, wies darauf hin, dass Schwellungen an Armen und Beinen, ein Anstieg der Hauttemperatur sowie Hautveränderungen auf ein Lymphödem hindeuten können. Sie betonte, dass durch eine frühzeitige Diagnose und Behandlung die Lebensqualität gesteigert werden könne.
Die Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Dr. Hülya Yüksel, warnt vor der Lymphödem-Erkrankung und erklärt: „Symptome wie Schwellungen an Armen und Beinen, ein Anstieg der Hauttemperatur, Rötungen oder Veränderungen der Haut deuten auf ein Lymphödem hin.“
Dr. Hülya Yüksel, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Acıbadem Kayseri, unterstrich, dass das Lymphsystem im menschlichen Körper sowohl für das Immunsystem als auch für den Flüssigkeitshaushalt eine entscheidende Rolle spielt. Jede Störung in diesem System könne zu einem Lymphödem führen. Dr. Yüksel erläuterte diesen Prozess wie folgt: „Dieser Zustand kann nach einer Krebserkrankung durch die Entfernung von Lymphknoten oder durch eine Schädigung der Lymphknoten nach einer Strahlentherapie entstehen, aber auch angeboren durch eine Fehlbildung der Lymphbahnen bedingt sein. Patienten suchen meist nach dem Auftreten von Schwellungen an Armen oder Beinen einen Arzt auf. Sie kommen zu uns mit Symptomen wie Schwellungen an Beinen oder Armen, Schmerzen und Hautinfektionen. Wir stellen bei diesen Patienten zunächst die Diagnose und leiten anschließend die Behandlung ein.“
'KANN ANGEBOREN ODER ERWORBEN SEIN'
Dr. Yüksel erklärte, dass man zwischen primären und sekundären Lymphödemen unterscheidet: „Ein primäres Lymphödem entsteht durch eine angeborene Fehlbildung der Lymphbahnen, wodurch der Lymphfluss nicht korrekt in das Kreislaufsystem integriert wird. Es kann bereits im ersten Lebensjahr auftreten, aber auch bis ins 30. Lebensjahr hinein. Das primäre Lymphödem betrifft eher jüngere Menschen.“
Ein sekundäres Lymphödem hingegen könne durch Traumata, Infektionen, chirurgische Eingriffe, eine Krebshistorie, die chirurgische Entfernung von Lymphknoten infolge einer Krebserkrankung oder durch Vernarbungen der Lymphbahnen nach einer Strahlentherapie entstehen, wodurch der Lymphfluss unterbrochen wird. Dr. Yüksel betonte, dass ein sekundäres Lymphödem in jedem Alter auftreten könne: „Meist liegt eine Vorgeschichte wie eine Operation, ein Trauma oder eine Infektion zugrunde. Ein Lymphödem entsteht, wenn der Abfluss in dem System gestört ist, das normalerweise große Proteinmoleküle und Fettgewebe aus unserem Körper reinigt und nach oben transportiert. Dies äußert sich meist durch Schwellungen an Armen und Beinen, kann aber auch am Hals, im Genitalbereich oder am Kopf auftreten.“
'DIE LEBENSQUALITÄT DER PATIENTEN WIRD BEEINTRÄCHTIGT'
Dr. Yüksel berichtete, dass Patienten in der Diagnosephase meist mit Schwellungen an einem oder beiden Armen oder Beinen vorstellig werden und oft nicht verstehen, warum diese Schwellungen nach einer Infektion aufgetreten sind. Sie erklärte, dass bei der Untersuchung sichtbare Hautveränderungen, ein Anstieg der Hauttemperatur oder Rötungen auf ein Lymphödem hinweisen. Nach der Untersuchung würden bei Bedarf weitere diagnostische Verfahren wie Ultraschall, Lymphszintigraphie oder MRT eingesetzt, um eine gesicherte Diagnose zu stellen und die Behandlung zu beginnen.
Da die Patienten meist aufgrund von Schwellungen und Schmerzen an Armen und Beinen kommen, sei ihre Lebensqualität bereits beeinträchtigt, so Dr. Yüksel: „Der Patient wird anfälliger für Infektionen. Infektionen wiederum verstärken die Schwellungen weiter. In diesem Sinne führen wir bei den Patienten eine komplexe physikalische Entstauungstherapie durch.“
'DIE PHYSIOTHERAPIE BEGINNT MIT HAUTPFLEGE'
Dr. Yüksel merkte an, dass die Physiotherapie zunächst mit der Hautpflege beginnt: „Die Hautpflege ist sehr wichtig, da ein hohes Risiko für die Entwicklung von Infektionen besteht. Jede durchgemachte Infektion verstärkt die Schwellung. Wir wenden Behandlungen wie Hautpflege, Übungen und komplexe Bandagierung an. Zuerst vermessen wir die Patienten, führen an den betroffenen Stellen Hautpflege, manuelle Lymphdrainage und die sogenannte komplexe physikalische Entstauungstherapie durch und entlassen den Patienten dann mit einem Heimprogramm.“ Dr. Yüksel erklärte weiter, dass sie die Übungen der Patienten genau planen und nach Erreichen des angestrebten Umfangs Kompressionskleidung für den Gebrauch zu Hause empfehlen, um den weiteren Verlauf zu überwachen.
Nachrichtenquelle: İHA
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