Hantavirus-Krise hält an
Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das vor den Kanarischen Inseln vor Anker ging, laufen die Evakuierungsmaßnahmen weiter. Bei einem der nach Frankreich ausgeflogenen Passagiere wurden Symptome festgestellt.
Der Hantavirus-Ausbruch auf dem unter niederländischer Flagge fahrenden Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das auf dem Weg nach Cabo Verde vor der Westküste Afrikas war und mehr als 140 Passagiere – größtenteils Briten, Amerikaner und Spanier – an Bord hatte, hat mit drei Todesfällen an Bord eine internationale Alarmstufe erreicht. Das Schiff legte nach seiner Abfahrt aus Argentinien im Hafen von Granadilla auf Teneriffa (Kanarische Inseln) an, wo eine sorgfältig geplante Evakuierung eingeleitet wurde.
Aufnahmen aus dem Hafenbereich zeigten, wie Behörden und Passagiere kontrolliert evakuiert wurden. Die Passagiere wurden in Konvois vom Hafen zum Flughafen Teneriffa Süd (Reina Sofia) gebracht. Einige der Passagiere, die spanisches Staatsgebiet betraten, wurden aus Sicherheitsgründen in einem Militärkrankenhaus unter Beobachtung gestellt.
Nach Angaben der spanischen Gesundheitsbehörden erfolgte die Evakuierung der Passagiere in Gruppen und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Zunächst wurden spanische Staatsbürger mit kleinen Booten an Land gebracht und anschließend mit Bussen zum Flughafen transportiert. Die Evakuierung der niederländischen Passagiere sowie der Staatsbürger aus der Türkei, Frankreich, Großbritannien und den USA erfolgte schrittweise.
SYMPTOME BEI EINEM DER NACH FRANKREICH EVAKUIERTEN PASSAGIERE FESTGESTELLT
Auch bei der Ankunft der französischen Passagiere in Paris wurden höchste Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Der französische Minister Sebastien Lecornu gab bekannt, dass bei einem der fünf aus dem Schiff evakuierten und nach Frankreich gebrachten Passagiere Hantavirus-Symptome festgestellt wurden. Lecornu erklärte: „Bei einem der in unser Land gebrachten Passagiere wurden Symptome festgestellt, der Isolationsprozess wurde eingeleitet.“ Es ist vorgesehen, dass der Passagier sowie die Begleitpersonen für 72 Stunden im Krankenhaus unter Beobachtung bleiben und anschließend eine 45-tägige Quarantäne zu Hause einhalten.
Nach Beginn der Evakuierungen wurde bekannt gegeben, dass auch Staatsbürger aus Deutschland, Belgien und Griechenland mit Privatflugzeugen in ihre Heimatländer gebracht werden sollen, während die verbleibenden 30 Besatzungsmitglieder das Schiff zurück in die Niederlande steuern werden. Die letzte Evakuierungsgruppe soll aus Staatsbürgern Australiens, Neuseelands und einiger asiatischer Länder bestehen; das Flugzeug für diese Passagiere wird am nächsten Tag auf Teneriffa erwartet.
Nachrichtenquelle: 12punto
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