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Historischer Schritt gegen Pandemien: Globale Einigung erzielt

Die seit drei Jahren unter dem Dach der WHO laufenden Verhandlungen haben zu einem Ergebnis geführt. Die Länder werden bei künftigen Epidemien gemeinsam handeln; es wird ein neues System etabliert, das eine faire Verteilung von Impfstoffen und Behandlungsprodukten sicherstellt.

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Historischer Schritt gegen Pandemien: Globale Einigung erzielt

Die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben beschlossen, nach der COVID-19-Pandemie ihre Kräfte gegen ähnlich verheerende Ausbrüche zu bündeln. Das nach dreijährigen Verhandlungen entstandene „Pandemie-Abkommen“ wurde am Montag im A-Ausschuss der WHO-Generalversammlung gebilligt. Es wird erwartet, dass das Abkommen bei der abschließenden Abstimmung am Dienstag mit voller Mitgliedschaft angenommen wird.

EINE GERECHTE UND WIRKSAME GLOBALE ANTWORT

Das Hauptziel des Abkommens ist es, die Ungleichheit beim Zugang zu Gesundheitsprodukten, die während der COVID-19-Pandemie deutlich wurde, zu beseitigen. Ziel ist der Aufbau einer globalen Struktur, die besser vorbereitet ist und schneller sowie gerechter auf Epidemien reagieren kann. Das Abkommen lädt nicht nur Staaten, sondern auch Nichtregierungsorganisationen, den Privatsektor und internationale Organisationen zum gemeinsamen Handeln ein.

WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte in einer Stellungnahme: „Ich danke allen Regierungen, die sich für eine gerechtere, gesündere und sicherere Zukunft für unsere Länder und unseren Planeten zusammengeschlossen haben. Angesichts der Lehren, die uns COVID-19 hinterlassen hat, ist dieser Schritt eine historische Verantwortung.“

EIN NEUES GLOBALES SYSTEM WIRD ENTWICKELT

Im Zentrum des Abkommens steht eine neue Struktur namens „System für den Zugang zu Krankheitserregern und den Vorteilsausgleich“ (PABS). Mit diesem System werden Arzneimittelhersteller im Falle des Ausbruchs von Epidemien verpflichtet, mindestens 20 Prozent der von ihnen entwickelten Impfstoffe, Behandlungen und Diagnoseprodukte der WHO kostenlos oder zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung zu stellen.

Diese Produkte werden nach Priorisierung gemäß den Risiken für die öffentliche Gesundheit insbesondere an Entwicklungsländer geleitet. Damit soll in Krisenzeiten das Prinzip „Lieferung zuerst an reiche Länder“ verhindert werden.

GLOBALES VERSORGUNGS- UND LOGISTIKNETZWERK WIRD AUFGEBAUT

Im Rahmen des Abkommens wird zudem ein globales Netzwerk für die Versorgung und Logistik von Gesundheitsprodukten eingerichtet, das in Notfällen aktiviert wird. Dieses Netzwerk soll einen schnellen, sicheren und kostengünstigen Zugang zu kritischen Produkten wie Impfstoffen, Medikamenten und Schutzausrüstung gewährleisten.


Nachrichtenquelle: 12punto

WHO Pandemie