Tausende Menschen untersucht: 'Hypochonder' sterben früher
Wissenschaftler in Schweden haben die Daten von 4.129 Personen, bei denen eine "Hypochondrie" – auch bekannt als "Krankheitsangststörung" – diagnostiziert wurde, mit denen von 41.290 Personen ohne diese Diagnose verglichen.
Im Rahmen der Untersuchung wurde festgestellt, dass "Hypochonder" sowohl aus natürlichen als auch aus unnatürlichen Gründen früher sterben als andere Menschen.
Dr. Jonathan E. Alpert vom Montefiore Medical Center in New York, USA, erklärte im Zusammenhang mit der Studie, dass bei vielen Menschen leichte Anzeichen von Krankheitsangst auftreten können. Er merkte jedoch an, dass "einige Menschen in ständiger Sorge und Qual leben, um nicht an einer schweren Krankheit zu erkranken".
24 JAHRE DATEN VON TAUSENDEN PERSONEN ANALYSIERT
David Mataix-Cols, Hauptautor der Studie vom Karolinska-Institut in Schweden, erklärte, dass sie bei der Durchführung dieser Untersuchung, mit der sie eine "klare Lücke in der Literatur" schließen wollten, Daten von Tausenden Menschen über einen Zeitraum von 24 Jahren analysiert hätten.
Mataix-Cols gab an, dass frühere Studien darauf hingedeutet hätten, dass das Suizidrisiko bei Menschen mit dieser Störung niedriger sein könnte. In ihrer Studie beobachteten sie jedoch, dass die Suizidrate bei Personen mit einer Hypochondrie-Diagnose viermal höher war als bei Personen ohne diese Diagnose.
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "JAMA Psychiatry" veröffentlicht.
Nachrichtenquelle: AA
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