Warnung eines Urologen vor Nierensteinen: „Wenn sie nicht behandelt werden, kann die Niere absterben“
Der Urologe Op. Dr. Veysel Yüzgeç äußerte sich zu Harnsteinen und warnte vor den Risiken der Erkrankung. Op. Dr. Yüzgeç erklärte: „Wenn man zu lange wartet oder keine notwendigen medizinischen Eingriffe vornimmt, kann die Niere absterben. Es gibt viele Menschen, die deshalb ihre Niere verloren haben.“
Der Urologe Op. Dr. Veysel Yüzgeç äußerte sich zu Harnsteinen.
„TRITT HÄUFIGER BEI MENSCHEN AUF, DIE WENIGER WASSER TRINKEN ODER ZU INFEKTIONEN NEIGEN“
Der Urologe Op. Dr. Veysel Yüzgeç erläuterte, dass Harnsteine anatomisch in der Niere, im Harnleiter (dem Kanal zwischen Niere und Blase) oder in der Blase vorkommen können. „Sie können auch in der Harnröhre auftreten, dem Kanal nach der Blase. Symptome und Behandlungsmethoden variieren je nach Lage, Größe und Form. Patienten klagen meist über starke Schmerzen, die in der Flanke beginnen und in die Leiste ausstrahlen. Übelkeit, Erbrechen sowie Brennen beim Wasserlassen und eine dunkle Verfärbung des Urins treten häufig auf. Harnsteinerkrankungen kommen bei Menschen, die bereits Steine hatten oder bei denen familiäre Vorbelastungen bestehen, häufiger vor. Auch bei Menschen, die sich proteinreich ernähren, in heißen Regionen leben, sitzende Tätigkeiten ausüben, sich wenig bewegen, zu wenig Wasser trinken oder häufig an Infektionen leiden, treten Steine öfter auf.
WARNUNG VOR MILCH UND MILCHPRODUKTEN
Wir empfehlen Menschen mit diesen Risikofaktoren, sich einmal jährlich urologisch untersuchen zu lassen. Die Behandlung hängt von der Lage, Größe und Form des Steins ab. Sie kann endoskopisch, durch minimalinvasive Verfahren wie PNL oder durch offene Chirurgie erfolgen. Selbst wenn der Stein nach der Behandlung vollständig entfernt wurde, besteht weiterhin die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Steinbildung. Wir informieren die Patienten umfassend über präventive Maßnahmen bei der Ernährung. Patienten sollten weniger Fleisch- und Fleischprodukte sowie Milch und Milchprodukte konsumieren. Der Wasserkonsum sollte hingegen gesteigert und die Salzzufuhr reduziert werden. Salz ist einer der Faktoren, die die Steinbildung fördern. Steinerkrankungen treten häufiger bei Männern und in den 30ern auf, können aber sogar bei Neugeborenen vorkommen. Es ist eine ernsthafte Erkrankung. Wenn man zu lange wartet oder keine notwendigen medizinischen Eingriffe vornimmt, kann die Niere absterben. Es gibt viele Patienten, die deshalb ihre Niere verloren haben. Steinschmerzen beginnen meist in der Flanke, strahlen in die Leiste aus und gehen mit Übelkeit und Erbrechen einher; es handelt sich um heftige, kolikartige Schmerzen. Bei schmerzfreien Verläufen werden Steine oft zufällig bei der Untersuchung anderer Krankheiten entdeckt; bei diesen Patienten können die Nierenschäden bereits schwerwiegender sein. Sie verlaufen schleichend und sind gefährlicher. Wir empfehlen unseren Patienten, nicht auf dieses Stadium zu warten und sich einmal jährlich untersuchen zu lassen. Heutzutage, insbesondere im städtischen Leben, ist der Zugang zu natürlichem Wasser nicht immer möglich. Der Chlorgehalt, die Sauberkeit des Wassers und das Vorhandensein von Keimen sind ebenfalls wichtige Faktoren für die Nierensteinbildung. In multizentrischen wissenschaftlichen Studien wurde hinsichtlich hartem oder weichem Wasser kein signifikanter Unterschied bei der Steinbildung festgestellt. Die anatomische Struktur, die Genetik, der Lebensstil und das Leben in einer heißen Klimazone haben einen stärkeren Einfluss auf Steinerkrankungen“, so Yüzgeç.
Nachrichtenquelle: İHA
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