Warnung vom Experten zum Zeugnis: 'Auch bei einem schlechten Zeugnis muss sich der Schüler ausruhen'
Die Fachpsychologin Begüm Özkaya erklärte: „Der Schüler ist nicht allein für ein schlechtes Zeugnis verantwortlich, und diese Verantwortung muss geteilt werden.“
Mit dem nahenden Ende des Schuljahres steigt bei den Schülern die Aufregung vor der Zeugnisausgabe. Ein falscher Umgang mit einem Schüler, der schlechte Noten hat, kann sich negativ auf seine zukünftige Schullaufbahn auswirken.
Psychologin Begüm Özkaya warnte Eltern in diesem Zusammenhang.
Özkaya betonte, dass Zeugnisse nicht nur ein Indikator für schulische Leistungen seien, und sagte: „Wenn Kinder ihr Zeugnis erhalten, kann die alleinige Konzentration auf die Noten verhindern, dass wir andere Eigenschaften des Kindes sehen. Daher sollte das Zeugnis nicht nur als schulischer Erfolg bewertet werden. Auch wenn die Noten eines Schülers auf seinen schulischen Erfolg hindeuten, bedeutet das nicht, dass er in anderen Bereichen nicht erfolgreich sein kann. Insbesondere einige Eltern neigen dazu, sich gegenseitig die Schuld zu geben, anstatt die Gründe für die Situation des Kindes zu bewerten. Väter können Mütter als Lehrer zu Hause sehen, und Mütter können Väter als Schulleiter betrachten. Zum Beispiel kann der Vater der Mutter vorwerfen, dem Kind den Unterrichtsstoff nicht vermitteln zu können, während die Mutter dem Vater vorwirft, das Kind nicht ausreichend zu kontrollieren. In diesem Fall können sich Grundschulkinder schuldbewusster, depressiver, unglücklicher und lernunwilliger fühlen. Bei Kindern im Teenageralter treten eher negative Verhaltensmuster auf.“
''DER EINZIGE VERANTWORTLICHE FÜR EIN SCHLECHTES ZEUGNIS...''
Fachpsychologin Begüm Özkaya wies darauf hin, dass die erste Belohnung verbal sein sollte, wie etwa ein „Gut gemacht“ oder ein Glückwunsch, und sagte: „Außerdem sollte man wissen, dass das Kind nicht der einzige Verantwortliche für ein schlechtes Zeugnis ist, und man muss diese Verantwortung mit dem Kind teilen. Es sollten Schritte unternommen werden, um herauszufinden, worauf der schulische Misserfolg des Kindes zurückzuführen ist, und um dies zu lösen. Diese Gründe können als persönliche Eigenschaften, familiäre Ursachen und schulische Ursachen aufgelistet werden. Der Weg, den Eltern einschlagen sollten, ist folgender: Sie sollten das Gespräch mit Anerkennung beginnen. Danach sollten die Gründe für die schlechten Noten untersucht und gemeinsam mit dem Kind entschieden werden, was getan werden kann, um diese Situation zu korrigieren. Das Zeugnis Ihres Kindes sollte nicht als Grund zum Angeben oder zur Scham gegenüber anderen verwendet werden. Manche Familien neigen möglicherweise zuerst zu materiellen Belohnungen. Sie ziehen es vielleicht vor, das Spielzeug, das Fahrrad oder das Computerspiel zu kaufen, das sich das Kind am meisten wünscht. Die erste Belohnung sollte verbal sein, wie ein ‚Gut gemacht‘ oder ein Glückwunsch. Danach können auch altersgerechte materielle Belohnungen folgen. Natürlich sollte nicht vergessen werden, dass Geschenke mit hohem materiellem Wert keinen Beitrag zum Lernen und zum schulischen Erfolg leisten.“
''HAUSAUFGABEN SOLLTEN KURZ VOR ENDE DER FERIEN GEMACHT WERDEN''
Özkaya erklärte, dass es angemessener sei, Hausaufgaben auf die Zeit nach den Ferien zu verschieben, und sagte: „Manchmal vergessen Eltern, dass Ferien Erholung bedeuten. Für sie können die Ferien zu einem Prozess werden, der eher auf die Korrektur schlechter Noten ausgerichtet ist. Aber auch wenn die Zeugnisse der Kinder schlecht sind, sollten sie sich einen Teil der Ferien ausruhen. Wenn es Hausaufgaben gibt, die für die Wiederholung oder den Ausgleich des Unterrichtsstoffes oder aufgrund der Halbjahrespause gegeben wurden, ist es angemessener, kurz vor Ende der Ferien damit zu beginnen. Die Reaktionen, die Sie als Mutter und Vater Ihrem Kind gegenüber zeigen, werden auch andere Lernprozesse des Kindes beeinflussen. Kinder nicht davor zu bewahren, neues Wissen aufzunehmen, und sie zu ermutigen, die Schwierigkeiten, auf die sie stoßen, zu überwinden, wird nicht nur zu ihrem Erfolg während der Schuljahre beitragen, sondern auch ihre Lebensqualität steigern.“
Nachrichtenquelle: İHA
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