Wissenschaftlich belegt: Einfluss von scharfem Paprika auf die Gewichtskontrolle
Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass der Verzehr von scharfem Paprika sowohl den Stoffwechsel ankurbeln als auch durch eine Veränderung der Essgewohnheiten zur Gewichtskontrolle beitragen kann.
In einer Studie, die von Dr. Paige Cunningham und ihrem Team an der Pennsylvania State University durchgeführt wurde, wurde festgestellt, dass das Hinzufügen von scharfem Paprika zu Mahlzeiten – ohne deren Geschmack zu beeinträchtigen – dazu beitragen kann, dass Menschen weniger essen. In der im Fachmagazin Food Quality and Preference veröffentlichten Untersuchung wurde beobachtet, dass mit zunehmender Schärfe der Speisen das Esstempo abnahm und die verzehrte Menge sank.
Es ist bekannt, dass Capsaicin, der Hauptbestandteil von scharfem Paprika, die Wärmeproduktion im Körper anregt und somit den Stoffwechsel beschleunigt.
Haley Robinson, klinische Ernährungsberaterin am Piedmont Atlanta Hospital, erklärte, dass Capsaicin die Körpertemperatur erhöht und dadurch die Kalorienverbrennung beschleunigt. Wissenschaftliche Daten deuten darauf hin, dass Capsaicin den Stoffwechsel um etwa 5 Prozent steigern kann.
Es wird zudem darauf hingewiesen, dass scharfer Paprika und Gewürze auch den Appetit beeinflussen können. Insbesondere bei Personen, die häufig scharfe Speisen konsumieren, wurde eine Tendenz beobachtet, über den Tag verteilt weniger zu essen. Patricia Bridget Lane, Ernährungsberaterin an der Cleveland Clinic, berichtete, dass es Hinweise darauf gibt, dass Capsaicin auf den Hypothalamus wirken könnte, der das Appetit- und Sättigungsgefühl reguliert.
Obwohl extrem scharfe Sorten wie Carolina Reaper und Ghost Pepper einen hohen Capsaicin-Gehalt aufweisen, gibt es bislang keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise dafür, dass sie zusätzliche gesundheitliche Vorteile bieten. Während Capsaicin der Hauptwirkstoff in rotem Paprika und Chiliflocken ist, wird darauf hingewiesen, dass auch andere Paprikasorten ähnliche Wirkungen zeigen können.
Forschungen an der Harvard University haben zudem ergeben, dass bei Menschen, die regelmäßig scharfen Paprika konsumieren, das Risiko für einen herzbedingten Tod geringer sein könnte. Es wurde berichtet, dass das Sterberisiko bei Personen, die fast täglich scharfe Speisen essen, um 14 Prozent niedriger liegt als bei jenen, die dies nur einmal wöchentlich tun.
Experten betonen jedoch, dass bei der Nutzung der Vorteile von scharfem Paprika auf die Portionskontrolle geachtet werden sollte. Dr. Thomas Holland von der Rush University wies darauf hin, dass scharfer Paprika häufig zusammen mit fett- und kalorienreichen Lebensmitteln verzehrt wird, was ein Risiko für eine gesunde Ernährung darstellen kann. Daher wird empfohlen, scharfen Paprika als Teil einer ausgewogenen und gesunden Ernährung zu konsumieren.
Nachrichtenquelle: 12punto
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