Erdoğan signalisiert Kabinettsumbildung: „Dies könnte unser letztes Treffen mit einigen Freunden sein“
Die Äußerung von Präsident Erdoğan bei der letzten Kabinettssitzung hat die Spekulationen über eine Kabinettsumbildung erneut angeheizt.
In den politischen Kreisen Ankaras herrscht wieder Bewegung. Nach der Aussage von Präsident Recep Tayyip Erdoğan bei der letzten Kabinettssitzung, „Dies könnte unser letztes Treffen mit einigen Freunden sein“, wird nun darüber gesprochen, dass die seit langem erwartete Kabinettsumbildung unmittelbar bevorsteht.
Nach dieser Erklärung Erdoğans ist innerhalb der AK-Partei eine Debatte darüber entbrannt, welche Minister entlassen werden und wann der Wechsel stattfinden wird. Den vorliegenden Informationen zufolge könnte sich der Umfang der geplanten Änderungen von den stellvertretenden Ministern bis hin zur Bürokratie erstrecken.
Es wird mit Spannung erwartet, ob die Kabinettsumbildung vor oder nach dem parteiinternen Treffen stattfinden wird, das die AK-Partei vom 11. bis 13. Juli in Kızılcahamam abhält. Die nächste Kabinettssitzung wird höchstwahrscheinlich nach diesem Camp stattfinden.
In den Kulissen der AK-Partei werden als potenzielle Kandidaten für eine Entlassung Handelsminister Ömer Bolat, Landwirtschafts- und Forstminister İbrahim Yumaklı, Kultur- und Tourismusminister Mehmet Ersoy sowie Arbeits- und Sozialminister Vedat Işıkhan gehandelt. Insbesondere wird behauptet, dass die Tourismus- und Handelsminister ihre Ämter niederlegen möchten. Einigen Politikern zufolge wird jedoch diskutiert, dass neben diesem Quartett auch weitere Minister entlassen werden könnten.
Auch der Erfolg einflussreicher Namen innerhalb des Kabinetts und ihre parteiinternen Beziehungen wurden bewertet. Informationen aus den Parlamentsfluren zufolge sind die Ergebnisse einer von der Partei in Auftrag gegebenen externen Umfrage bemerkenswert. Den öffentlich gewordenen Daten zufolge belegt Außenminister Hakan Fidan den ersten Platz, gefolgt von Justizminister Yılmaz Tunç auf dem zweiten und Innenminister Ali Yerlikaya auf dem dritten Platz.
Die in der Umfrage erzielten Prozentwerte verdeutlichen jedoch auch eine geringe Wahrnehmung des Erfolgs. Während der Anteil derer, die „Hakan Fidan für erfolgreich halten“, bei lediglich 30 Prozent liegt, erreichten Justizminister Tunç 4 Prozent und Innenminister Yerlikaya 3 Prozent. Dies legt nahe, dass die Mehrheit der Bürger die Minister entweder nicht kennt oder mit deren Leistung nicht zufrieden ist.
In der AK-Partei richten sich nun alle Augen darauf, welche Namen nach Erdoğans Erklärung im Amt bleiben und wer in der neuen Periode vertreten sein wird. Es wird erwartet, dass die möglichen Änderungen im Kabinett in den kommenden Tagen konkretisiert werden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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