5 von 100 Kindern im Land stecken im Drogensumpf
Den neuesten Daten des TÜİK zufolge ist der Anteil der Kinder, die mit Drogen handeln oder diese konsumieren, auf 4,9 Prozent gestiegen. Dabei umfasst diese Quote lediglich diejenigen, die offiziell strafrechtlich in Erscheinung getreten sind.
In der Türkei, wo internationale Drogenkartelle in den letzten Jahren ihr Unwesen treiben und auf Interpol-Ebene gesuchte Drogenbarone nacheinander gefasst werden, hat der jüngste Bericht des TÜİK das Ausmaß der Drogenproblematik bei Kindern offengelegt.
Das Türkische Statistikinstitut (TÜİK) hat den Bericht "Statistiken zu Kindern, die bei Sicherheitsbehörden vorstellig wurden oder dorthin gebracht wurden, 2023" veröffentlicht. Demnach sank die Zahl der Vorfälle, in die Kinder verwickelt waren, die bei Sicherheitsbehörden vorstellig wurden oder dorthin gebracht wurden, im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 Prozent auf 537.583.
Bei diesen Vorfällen wurden 242.875 Kinder als Opfer, 178.834 aufgrund des Verdachts auf eine Straftat (wegen des Vorwurfs, eine gesetzlich als Straftat definierte Handlung begangen zu haben), 84.751 zur Zeugenbefragung, 15.716 als vermisst (nachdem eine Vermisstenanzeige erstattet und sie später gefunden wurden), 11.179 wegen des Vorwurfs einer Ordnungswidrigkeit und 4.228 aus anderen als den genannten Gründen bei den Sicherheitsbehörden vorstellig oder dorthin gebracht.
45 PROZENT ALS 'OPFER' EINGESTUFT
Den Kindern, die aufgrund des Verdachts auf eine Straftat bei den Sicherheitsbehörden vorstellig wurden oder dorthin gebracht wurden, wurden in 39,8 Prozent der Fälle Körperverletzung, in 20,8 Prozent Diebstahl, in 7,7 Prozent Verstöße gegen das Passgesetz, in 4,9 Prozent der Konsum, Verkauf oder Kauf von Drogen oder Stimulanzien und in 4,0 Prozent Bedrohung zur Last gelegt.
Der Anteil der Kinder, die in Straftaten im Zusammenhang mit dem Konsum, Verkauf oder Kauf von Drogen oder Stimulanzien verwickelt waren, lag im Jahr 2022 noch bei 4,5 Prozent. Von den 242.875 Kindern, die als Opfer bei den Sicherheitsbehörden vorstellig wurden, waren 89,7 Prozent Opfer von Straftaten und 10,2 Prozent Opfer von Vorfällen, die eine behördliche Nachverfolgung erforderten.
Von den 217.915 Kindern, die als Opfer einer Straftat bei den Sicherheitsbehörden vorstellig wurden oder dorthin gebracht wurden, wurden 61,3 Prozent Opfer von Körperverletzung, 11,8 Prozent von Sexualstraftaten, 8,6 Prozent von Straftaten gegen die familiäre Ordnung, 4,4 Prozent von Bedrohung und 13,9 Prozent aus anderen als den genannten Gründen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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