Anklageschrift zur İsias-Hotel-Katastrophe zugelassen: Erster Verhandlungstermin am 3. Januar 2024
Die Anklageschrift zum Einsturz des İsias-Hotels, bei dem 72 Menschen, darunter Sportler aus der Türkischen Republik Nordzypern (KKTC), ums Leben kamen, wurde vom 3. Schwurgericht in Adıyaman zugelassen. Die erste Verhandlung des Prozesses findet am 3. Januar 2024 statt.
Die Generalstaatsanwaltschaft Adıyaman hat die Anklageschrift zum Einsturz des İsias-Hotels während der Erdbeben vom 6. Februar eingereicht, welche nun vom 3. Schwurgericht in Adıyaman zugelassen wurde.
Die erste Verhandlung des Prozesses wird am 3. Januar 2024 stattfinden.
Die von der Generalstaatsanwaltschaft Adıyaman erstellte Anklageschrift bezüglich des bei den Erdbeben vom 6. Februar eingestürzten İsias-Hotels wurde vor zwei Wochen beim 3. Schwurgericht eingereicht.
Das Gericht hat die von der Generalstaatsanwaltschaft vorgelegte Anklageschrift geprüft und zugelassen. Es wurde mitgeteilt, dass die erste Verhandlung des Prozesses, in dem sich 11 Personen, davon 5 in Untersuchungshaft, verantworten müssen, am 3. Januar 2024 stattfinden wird.
In der Anklageschrift der Generalstaatsanwaltschaft wird gefordert, die Verdächtigen wegen „bewusster Fahrlässigkeit, die zum Tod und zur Verletzung mehrerer Personen führte“, gemäß den Artikeln 85/2 und 22/3 des türkischen Strafgesetzbuches Nr. 5237 zu einer Freiheitsstrafe von bis zu 22 Jahren und 5 Monaten zu verurteilen, wobei eine Abweichung von der Untergrenze beantragt wurde.
Im Rahmen des Verfahrens befinden sich die Eigentümer A.B., M.F.B. und E.B., der technische Verantwortliche und Statik-Projektverfasser E.Y. sowie der Statik-Projektverfasser H.B. in Untersuchungshaft, während gegen B.A., H.A., M.G., S.Z., Ş.Ö. und U.B. unter Auflagen ermittelt wird.
Ein von der Technischen Universität Karadeniz erstelltes Gutachten zum Hotel wurde veröffentlicht. Dem Bericht zufolge ist die Betonqualität deutlich zu niedrig und die Dicke der Bewehrungseisen liegt weit unter den Standards. Es wurde festgestellt, dass für das Gebäude keine Bodenuntersuchung durchgeführt wurde und beim Bau entgegen den Vorschriften Flusssand verwendet wurde.
1991 ALS WOHNHAUS GEPLANT
Die Unregelmäßigkeiten im Bericht beschränken sich nicht darauf; es wurde betont, dass das Gebäude ursprünglich 1991 als Wohnhaus geplant, später jedoch durch eine Genehmigung in ein Hotel umgewandelt wurde. Es wurde darauf hingewiesen, dass das ursprünglich 9-stöckige Gebäude im Jahr 2016 ohne Baugenehmigung um eine weitere Etage aufgestockt wurde. Zudem wurde erklärt, dass für das Gebäude weder ein Bodengutachten noch statische Berechnungen oder ein statisches Projekt vorlagen.
Nachrichtenquelle: İHA
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