Stellungnahme der DEM-Partei: „In demokratischen Gesellschaften gibt es keinen Platz für zivile Putsche, Zwangsverwalter und Komplotte“
Die DEM-Partei hat nach der Festnahme von Ekrem İmamoğlu eine Erklärung veröffentlicht. „In demokratischen Gesellschaften, die auf Frieden aufgebaut sind, gibt es keinen Platz für zivile Putsche, Zwangsverwalter und Komplotte. Wir werden unseren Kampf gegen Ungerechtigkeit fortsetzen, indem wir fest an demokratischen Werten und dem Friedensprozess festhalten.“
Die DEM-Partei hat auf die Festnahme des Bürgermeisters der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, sowie weiterer Bezirksbürgermeister reagiert. Die Partei bezeichnete die am 19. März durchgeführte Operation als „rechtswidrig“ und als „politischen Druck“ und erklärte, es handele sich um einen Eingriff in die Demokratie.
In der vom Zentralkomitee der DEM-Partei veröffentlichten Erklärung heißt es: „Diese Operation ist ein klarer Beweis dafür, dass die demokratische Politik ausgesetzt und die Justiz für politische Zwecke instrumentalisiert wurde.“ Die Partei betonte, dass sie wie in der Vergangenheit auch heute an der Seite des Volkswillens stehe und erklärte: „Unsere Position ist klar: Demokratie, Demokratie, Demokratie.“ In der Erklärung wurde zudem betont, dass der städtische Konsens ein demokratisches Regierungsmodell darstelle und es inakzeptabel sei, diesen als Verbrechen darzustellen. Die DEM-Partei forderte: „Diese rechtswidrigen Praktiken müssen sofort beendet werden. Ekrem İmamoğlu und alle Festgenommenen müssen freigelassen werden.“
HIER DER VOLLSTÄNDIGE TEXT DER STELLUNGNAHME
Wir werden unseren Kampf gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung verstärken, indem wir an demokratischen Werten festhalten
Mittwoch, der 19. März 2025, ist als schwarzer Fleck in die Geschichte der Demokratie eingegangen. Am frühen Morgen wurden der Bürgermeister der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, Bezirksbürgermeister, Journalisten und Dutzende weitere Personen in einer Operation festgenommen, bei der das Recht mit Füßen getreten wurde. Als DEM-Partei verurteilen wir diese rechtswidrige und politisch motivierte Operation aufs Schärfste und akzeptieren sie keinesfalls.
Diese Operation ist ein Akt politischen Drucks, der nicht mit Recht und Gerechtigkeit vereinbar ist. Diese Festnahmen, die unter dem Deckmantel des Rechts durch die Instrumentalisierung der Justiz durchgeführt wurden, sind ein klarer Beweis dafür, dass die demokratische Politik ausgesetzt, die Justiz für politische Zwecke missbraucht und ein ziviler Putsch vollzogen wurde.
Als DEM-Partei standen und stehen wir immer an der Seite von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Eine der grundlegenden Säulen unseres jahrzehntelangen Kampfes ist es, bei Angriffen auf die demokratische Politik an der Seite des Volkswillens zu stehen. Wie gestern sind wir auch heute gegen politische Putsche und Rechtswidrigkeit. Unsere prinzipielle Haltung ist die Verteidigung eines gerechten, freiheitlichen und demokratischen Lebens. Unsere Position ist klar: Demokratie, Demokratie, Demokratie.
Der am 27. Februar der Öffentlichkeit vorgestellte Aufruf von Herrn Öcalan zu Frieden und einer demokratischen Gesellschaft ist der Kompass unseres Kampfes. Der Aufruf zum Frieden und zur demokratischen Gesellschaft, der als Aufruf des Jahrhunderts gilt, ist ein Manifest für die Begegnung von 85 Millionen Menschen mit Frieden und Demokratie sowie für den Aufbau eines Rechts auf gleiche und freie Politik für alle. Frieden und Demokratie sind der einzige Ausweg für die Zukunft dieses Landes. In einer demokratischen Gesellschaft, die auf Frieden aufgebaut ist, gibt es keinen Platz dafür, dass Politik durch die Justiz gestaltet und der Volkswille usurpiert wird.
Während mit dem Aufruf des Jahrhunderts die Wege aufgezeigt wurden, die Gesellschaft, den Staat und die Republik wahrhaftig mit Demokratie zusammenzubringen, ist die Einleitung solcher politischen Operationen unvereinbar mit dem Geist des Prozesses. Während die Wege, die Gesellschaft, den Staat und die Republik wahrhaftig mit Demokratie zusammenzubringen, klar vor uns liegen, schürt die Einleitung solcher politischen Operationen das Misstrauen gegenüber dem Prozess des Friedens und der demokratischen Gesellschaft.
In einer Zeit, in der sich die Bemühungen zur Sicherung des inneren Friedens intensivieren, wird der städtische Konsens als Verbrechen dargestellt, was zu einer Reihe von Fehlern führen wird, die nicht wiedergutzumachen sind. Der städtische Konsens ist eine legitime und legale Praxis der Demokratie. Dass alle Bevölkerungsgruppen einer Stadt gemeinsam mit Vorwahlen ein demokratisches Regierungsmodell bilden, ist kein Verbrechen, sondern die Grundlage des demokratischen Lebens. Die Kriminalisierung dieses Modells und die Tatsache, dass dies als Begründung für die Festnahme von Bürgermeistern und Führungskräften herangezogen wird, ist ein geistiger Aussetzer.
Diese rechtswidrigen Praktiken müssen sofort beendet werden. Der Bürgermeister der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, und alle Festgenommenen müssen unverzüglich freigelassen werden. Wir haben uns gegen Unterdrückung, Tyrannei, Rechtswidrigkeit, Ungerechtigkeit, Putsche und die Usurpation des Willens ausgesprochen, egal von wem und wann sie kamen. Wir werden uns auch weiterhin dagegen aussprechen.
Wir stehen zusammen und Seite an Seite mit Millionen unserer Bürgerinnen und Bürger in diesem Land, deren Herzen für die Demokratie schlagen. Von Diyarbakır bis Istanbul ist unser Wille, das demokratische Leben gemeinsam zu gestalten, ungebrochen. In demokratischen Gesellschaften, die auf Frieden aufgebaut sind, gibt es keinen Platz für zivile Putsche, Zwangsverwalter und Komplotte. Als DEM-Partei werden wir unseren Kampf gegen jede Form von Ungerechtigkeit und Unterdrückung fortsetzen, indem wir fest an demokratischen Werten und dem Friedensprozess festhalten.
Zentralkomitee der DEM-Partei
19. März 2025Partei
Nachrichtenquelle: 12punto
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