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Lohnpfändung droht! Große Gefahr im Anmarsch

Durch eine geplante Änderung des Vollstreckungs- und Konkursgesetzes könnte der Pfändungssatz für Gehälter auf bis zu 60 Prozent steigen.

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Lohnpfändung droht! Große Gefahr im Anmarsch

In der Türkei sind bedeutende Änderungen am seit vielen Jahren geltenden Vollstreckungs- und Konkursgesetz geplant. Mit der neuen Regelung, die dem Parlament vorgelegt werden soll, wird der mögliche Pfändungssatz für Gehälter von 25 Prozent auf 60 Prozent angehoben.

Rechtsanwalt Mustafa Zafer erläuterte die Details der neuen Regelung und gab an, dass die Pfändungssätze für das Gehalt des Schuldners je nach Einkommensniveau variieren werden. Zafer sagte: „Wer weniger verdient, dem wird weniger abgezogen, wer mehr verdient, dem wird mehr abgezogen.“ In der aktuellen Praxis kann unabhängig von der Höhe des Gehalts des Schuldners ein Abzug von maximal 25 Prozent vorgenommen werden.

PFÄNDUNGSSÄTZE IN DER NEUEN REGELUNG

Sollte der Entwurf Gesetz werden, werden die Lohnpfändungssätze je nach Einkommen wie folgt festgelegt:

  • Für diejenigen, deren Einkommen dem Netto-Mindestlohn entspricht: 10 Prozent des Einkommens.
  • Für diejenigen, deren Einkommen bis zum Doppelten des Netto-Mindestlohns beträgt: 20 Prozent des Einkommens.
  • Für diejenigen, deren Einkommen bis zum Dreifachen des Netto-Mindestlohns beträgt: 30 Prozent des Einkommens.
  • Für diejenigen, deren Einkommen bis zum Fünffachen des Netto-Mindestlohns beträgt: 40 Prozent des Einkommens.
  • Für diejenigen, deren Einkommen bis zum Siebenfachen des Netto-Mindestlohns beträgt: 50 Prozent des Einkommens.
  • Für diejenigen, deren Einkommen das Neunfache des Netto-Mindestlohns oder mehr beträgt: 60 Prozent des Einkommens.

Beispielsweise könnte bei einer Person mit einem Gehalt von 154.728 TL eine Pfändung auf 77.364 TL ihres Gehalts erhoben werden. Dies ist ein Betrag, der deutlich über dem aktuellen Abzug von maximal 38.682 TL liegt.

Zafer erklärte, dass die neue Regelung insbesondere Angestellte im Büro- und Dienstleistungssektor (White-Collar-Arbeiter) betreffen werde und bei dieser Gruppe höhere Abzüge möglich seien. Es wird zum Ausdruck gebracht, dass diese Änderungen darauf abzielen, ein gerechteres System basierend auf der Zahlungsfähigkeit der Schuldner zu schaffen.


Nachrichtenquelle: 12punto