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Rekordstrafforderung für Kinder nach Bombendrohungen gegen Flughäfen

Nachdem fünf Kinder mithilfe von in sozialen Medien erlangten Informationen falsche Bombendrohungen gegen Flughäfen ausgesprochen haben, drohen ihnen nun Haftstrafen von bis zu 45 Jahren.

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Rekordstrafforderung für Kinder nach Bombendrohungen gegen Flughäfen

Fünf Kinder aus Izmir, Kars, Sakarya, Diyarbakır und Antalya verschafften sich Zugriff auf die Mobilfunknummern zweier Mädchen, die sie über digitale Plattformen im Internet kennengelernt hatten, und tätigten falsche Bombendrohungen gegen die Flughäfen in Adana und Gaziantep. Der Vorfall ereignete sich im vergangenen Jahr; die Kinder waren zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 17 Jahre alt.

Den Ermittlungen zufolge nahmen die Beschuldigten über die Social-Media-App Discord Kontakt zu den Opfern auf. Nachdem die beiden 15-jährigen Mädchen aus Istanbul-Silivri Forderungen der Verdächtigen abgelehnt hatten, schickten diese Drohnachrichten. Es wurde bekannt, dass sie die Opfer und deren Familien gezielt ins Visier nahmen, um eine Atmosphäre der Angst und Panik zu erzeugen. Als die Forderungen weiterhin nicht erfüllt wurden, erlangten die Verdächtigen von den Mädchen den notwendigen Bestätigungscode für eine internetbasierte Telefonanwendung.

Den Informationen zufolge nutzten die Beschuldigten die erlangten Telefonnummern, um am 26. und 28. Juli die Flughäfen in Adana und Gaziantep anzurufen und Bombendrohungen auszusprechen. Nach diesen Alarmen wurden zwei Passagierflugzeuge aus Sicherheitsgründen evakuiert, wobei sich die Drohungen als haltlos herausstellten.

Nach dem Vorfall wurde eine Untersuchung eingeleitet, und die Polizei konnte ermitteln, von welchen Telefonanschlüssen die Anrufe getätigt wurden. In ihren Aussagen gaben die betroffenen Mädchen an, zuvor von Personen, die sie in sozialen Medien kennengelernt hatten, bedroht worden zu sein.

Aufgrund der Anzeige wurden die fünf Kinder in Izmir, Kars, Sakarya, Diyarbakır und Antalya festgenommen. Digitale Untersuchungen ergaben, dass die Beschuldigten die Opfer bedroht hatten, um an Bestätigungscodes zu gelangen, die sie dann für die falschen Drohungen nutzten. Zudem wurden digitale Aufzeichnungen der Drohanrufe sichergestellt. In diesen Aufnahmen war zu hören, wie sie versuchten, die Behörden mit Stimmenverzerrern zu täuschen, und wie sie diese Aufnahmen untereinander austauschten.

Detaillierte Untersuchungen der digitalen Materialien enthüllten zudem, dass die Kinder sich auf illegalem Weg Zugang zu Datenpanels verschafft hatten, um persönliche Informationen und Kreditkartendaten von Bürgern zu stehlen. Darüber hinaus wurden Beweise für weitere falsche Drohungen gefunden.

Da die Ermittlungen ihren Ursprung in Izmir hatten, schaltete sich die Generalstaatsanwaltschaft Izmir ein. Die Kinder M.E.İ (17), A.K.Ş (17), E.A.K (14), İ.B (15) und M.A.Ö (17) wurden festgenommen; der Beschuldigte A.K.Ş wurde inhaftiert, während die anderen unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt wurden.

In der Anklageschrift werden den Beschuldigten unter anderem „Einfuhr, Vervielfältigung, Verkauf, Transport und Export obszöner Publikationen“, „Drohung zur Erzeugung von Angst und Panik“, „rechtswidrige Erlangung personenbezogener Daten“, „versuchte Nötigung durch mehrere Personen“, „Behinderung des Luftverkehrs“, „Freiheitsberaubung“ sowie „Vortäuschen einer Straftat“ zur Last gelegt.

Die Staatsanwaltschaft forderte für jeden der Beschuldigten Haftstrafen zwischen 17 und 45 Jahren. Die Anklage wurde vom 2. Jugendgericht in Izmir zugelassen.


Nachrichtenquelle: 12punto