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Kinder aus Gaza

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(Ich habe dies für die Kinder aus Gaza adaptiert. Ihr Onkel Nazım hat auch für sie geschrieben. Ich habe daran geglaubt, weil dies die Wahrheit ist. Die Texte in Klammern sind meine eigenen Kommentare)

 

DAS MÄDCHEN

Ich bin es, die an die Türen klopft,
an die Türen, eine nach der anderen.
Ich kann mich euch nicht zeigen,
denn die Toten sind unsichtbar.

Seit ich in Hiroshima starb,
sind nun etwa zehn Jahre vergangen.
Ich bin ein siebenjähriges Mädchen,
tote Kinder wachsen nicht mehr.

Zuerst fing mein Haar Feuer,
meine Augen verbrannten und versengten.
Ich wurde zu einer Handvoll Asche,
meine Asche wurde vom Wind verweht.

Ich verlange von euch für mich selbst
absolut gar nichts.
Denn ein Kind, das wie Papier verbrennt,
kann nicht einmal Zucker essen.

Ich klopfe an eure Tür,
Tante, Onkel, gebt eine Unterschrift.
Damit Kinder nicht getötet werden
und auch Zucker essen können.

Nazım Hikmet Ran / 1956 

 

(In Hiroshima, in Gaza,
im Zweiten Weltkrieg,
beim Massaker Hitlers,
starben sehr viele Kinder.
Besonders in Gaza, vor den Augen
der Menschheit, haben sie auch mich getötet.
Auch mein Tod ist nun etwa zehn Tage her)

 

DAS TESTAMENT DER KLEINEN HAYA

Die Regisseurin Tülay Gökçimen teilte das Bild des Testaments eines Mädchens namens Haya, das von Israel getötet wurde, in den sozialen Medien und übersetzte dessen Inhalt ins Türkische.

Hier ist das, was die kleine Haya in ihrem Testament schrieb:

„Hallo, ich bin Haya. Ich werde euch mein Testament schreiben.

1. 45 Schekel sollen meiner Mutter gegeben werden, 5 Schekel Zine, 5 Schekel Haschim, 5 Schekel meiner Großmutter, 5 Schekel meiner Tante Hibe, 5 Schekel meiner Tante Meryem, 5 Schekel meinem Onkel Ubud, 5 Schekel meiner Tante Sare.

2. Meine Spielsachen und all meine Sachen sollen meinen Freunden Zine, Rima, Mine und Emel gegeben werden.

3. Meine Kleidung soll den Töchtern meines Onkels gegeben werden. Wenn etwas übrig bleibt, soll es gespendet werden.

4. Meine Schuhe sollen natürlich, nachdem sie gereinigt wurden, an die Armen gespendet werden.“