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Schäme dich! Schäme dich!

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Ein Bektaschi an einem Tag im Ramadan,

kurz vor der Zeit des Iftar.

Er geht in eines der

reichen Viertel Istanbuls.

Vielleicht in der Hoffnung,

dass ihn eines der Herrenhäuser zum Iftar einlädt…

Riesige Herrenhäuser,

üppig grüne Gärten.

In den Gärten

allerlei Obstbäume…

Blumen in den buntesten Farben.

Von den Blumen gehen herrliche Düfte aus.

Auf den Iftar-Tafeln fehlt es an nichts, nicht einmal an Vogelmilch.

Unser Bektaschi in seiner ärmlichen Kleidung

betrachtet den Garten voller Bewunderung.

Er sagt zu sich selbst:

„Wahrscheinlich muss das Paradies auch so ein Ort sein…“

Während der Bektaschi so dasteht und schaut, öffnet sich das Tor des Herrenhauses.

Heraus kommt ein kräftiger,

ziemlich großer

Mann.

Er starrt den Bektaschi streng an.

Der Bektaschi blickt ihn

mit unsicheren, angstvollen Augen an.

Wissen Sie, wie vor den luxuriösesten Hotels

kräftige Männer

in Uniformen wie Marschälle oder Generäle

stehen,

so ist auch dieser Mann.

Der schönste Pascha, Marschall, Wesir,

wie auch immer Sie es nennen wollen,

er trägt die prächtigste Kleidung

seiner Zeit.

Der Mann selbst ist ohnehin schon imposant.

Der imposante Mann

fragt den Bektaschi

mit rauer Stimme:

-Was ist los, Erenler? Was suchst du hier?

Der Bektaschi antwortet mit ängstlicher Stimme:

-Das Herrenhaus ist sehr schön.

Ich habe es voller Bewunderung betrachtet…

Als ich dich sah, wuchs meine Bewunderung noch mehr.

Er fragt neugierig:

-Wem gehört dieses Herrenhaus wohl? Dir?

Der imposante, gut gekleidete Mann antwortet:

-Dieses Herrenhaus ist das Haus von Herrn Soundso.

Bektaschi: „Bei dieser Stattlichkeit und diesen teuren Kleidern

musst du der Bruder von Herrn Soundso sein.“

Der imposante Mann lacht und sagt:

-Nein, ich bin der Diener von Herrn Soundso.

Der Bektaschi hebt die Hände zum Himmel.

Er spricht zu Gott:

-Schäme dich! Schäme dich! sagt er.

Mit beiden Händen

zeigt er auf seine geflickte, ärmliche,

zerlumpte Kleidung.

„Schau dir deinen Diener an“, sagt er.

Dann zeigt er auf den Diener des Herrn.

Die schönsten und prächtigsten Kleider.

Der Diener des Herrn,

wie jene geschmückten, imposanten Zeremonienmeister,

die vor den luxuriösesten Hotels stehen…

Der Bektaschi:

-Schau, schau genau hin, sagt er.

Schau dir auch den Diener des Herrn an, sagt er.

Schau hin und schäme dich.

Der Bektaschi sagt zu sich selbst:

-Ist das das Recht, ist das die Gerechtigkeit?

Dreht sich dieses Rad so weiter?

Gerçeğe hü! (Ein Ruf zur Wahrheit!) sagt er.

Langsam

geht er seines Weges.

Seine letzten Worte waren:

-Es wird der Tag kommen, an dem die Ernte eingefahren wird,

die Gerechtigkeit der Wahrheit wird eines Tages kommen.