Es war der 3. Mai 1918.
Zwei Männer gingen den Weg nach Moda Kuşdilli entlang. Der eine war der Held von Çanakkale, Mustafa Kemal Pascha, der andere der ehemalige Präsident des Fenerbahçe-Clubs, Mehmet Sabri Toprak.
Mehmet Sabri Bey und Mustafa Kemal waren enge Freunde.
Mustafa Kemal Pascha litt unter Beschwerden an seiner linken Niere. Beim Gehen hatte er Schmerzen. Er wollte zur Behandlung ins Ausland nach Karlsbad reisen. Immer wieder hielt er sich mit der Hand die linke Nierengegend.
Gemeinsam mit dem Präsidenten Mehmet Sabri Toprak erreichten sie die Kuşdili-Wiese. Neben der Wiese befanden sich der Fenerbahçe-Sportclub und das Clubhaus.
Mehmet Sabri Bey hatte den Verantwortlichen mitgeteilt, dass Mustafa Kemal Pascha den Club besuchen würde. Deshalb warteten die Fenerbahçe-Mitglieder bereits auf sie. Sie gingen in das Clubhaus, tranken zunächst einen Kaffee gegen die Müdigkeit und besichtigten anschließend gemeinsam mit Dr. Hamit Hüsnü und Elkatipzade Mustafa Bey den Bereich im zweiten Stock, in dem die Pokale ausgestellt waren.
Danach reichte ihm Elkatipzade Mustafa Bey das Gästebuch des Clubs, und Mustafa Kemal Pascha schrieb in das Buch:
"Da ich von den allseits geschätzten und bewunderten Arbeiten des Fenerbahçe-Clubs gehört hatte, hatte ich es mir zur Aufgabe gemacht, diesen Club zu besuchen und zu gratulieren. Diese Aufgabe konnte erst heute erfüllt werden. Ich bin stolz darauf, hier festhalten zu dürfen, dass ich ihre Erfolge schätze und sie dazu beglückwünsche. 3.5.1918
Armeekommandeur Mustafa Kemal”
Und er vergaß auch nicht, seine Unterschrift darunter zu setzen.
Nachdem das Buch unterzeichnet war, wurde Mustafa Kemal Pascha im Club eine Limonade serviert, und er verließ den Club nach einem etwa zweistündigen Aufenthalt.
Beim Abschied wünschte er ihnen viel Erfolg.
Die Familie des Clubpräsidenten Mehmet Sabri Bey, eines engen Freundes von Mustafa Kemal Pascha, war nach dem Russisch-Osmanischen Krieg von 1877-1878 vom Balkan nach Anatolien eingewandert.
Heute wird alles parzellenweise verkauft, doch in jener Ära sorgte sich jeder um das Vaterland. Mehmet Sabri Bey war in den Jahren 1915-1916 und 1923-1924 Präsident des Fenerbahçe-Clubs. Während der fünfjährigen Besatzungszeit bestritt Fenerbahçe 50 Spiele gegen gegnerische Mannschaften und gewann 41 davon. Die gewonnenen Spiele waren eine große moralische Stütze für die türkischen Soldaten während der langen und umkämpften Schlacht am Sakarya.
Da sich das Kuşdili-Clubhaus des Fenerbahçe-Clubs zudem an einer Flussmündung zum Meer befand, wurden von dort aus heimlich zahlreiche Lebensmittel, Waffen und Munition für den Befreiungskrieg nach Anatolien geschickt. Als dies von den Briten bemerkt wurde, wurde das Clubhaus gestürmt und der Club geschlossen.
Natürlich darf man auch Galatasaray nicht vergessen.
Im Krieg von Çanakkale hatten wir so viele Märtyrer zu beklagen, dass auch Gymnasiasten an diesem Krieg teilnahmen. So wie Schüler aus ganz Anatolien klassenweise teilnahmen, so taten dies auch die Schüler des Galatasaray-Gymnasiums. Der Hauptmann, der die Galatasaray-Schüler mit ihren kindlichen Gesichtern sah, die geschlossen an die Front kamen, war erstaunt; er konnte nicht umhin zu fragen: „Meine Kinder, wer seid ihr, warum seid ihr gekommen?“ Denn sie galten noch als Kinder. Als die Schüler antworteten: „Wir sind gekommen, um für das Vaterland zu sterben“, konnte der Hauptmann seine Tränen nicht zurückhalten und weinte.
Genau diese Helden stellten sich an den Fronten unter das Kommando von Mustafa Kemal Atatürk, kämpften mit ihm und verschmolzen mit ihm.
Die Araber hingegen stellten sich in jenem Krieg unter das Kommando der Briten.
Und sie verloren.
Nun frage ich:
Diejenigen, die Fenerbahçe und Galatasaray leiten, haben sich nicht vor den Briten gebeugt, die über die technologisch fortschrittlichsten Waffen der Welt verfügten – sollten sie sich etwa vor ein paar mittellosen Arabern beugen?
Unmöglich.
Sie fordern die Welt heraus.
Denn in der Geschichte dieser Clubs steht Atatürks Unterschrift.
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