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Wenn der Staat vergöttlicht wird, wird Unterdrückung heilig

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Will Gott, dass in seinem Namen ein Staat gegründet wird?

Wenn dem so wäre, hätte Gott einen Staat, und jemand würde diesen Staat im Namen Gottes verwalten. Es gäbe Gottes Soldaten, Polizisten, Beamte, Institutionen, Regierungsvertreter und Minister.

Was aber, wenn die Dinge nicht nach Plan laufen?

Wenn die Kriminalitätsraten steigen, die Gerechtigkeit verfällt, das Volk angesichts von Armut und Unterdrückung rebelliert… Was passiert dann? Wird Gottes Staat untergehen? Angenommen, er geht unter, gilt Gott dann als besiegt?

Das Gegenteil ist mindestens genauso verheerend.

Das Volk würde trotz all seiner Berechtigung mit dem Vorwurf der „Rebellion gegen Gott“ bestraft werden. Sich gegen Unterdrücker zu stellen, würde als Auflehnung gegen Gott dargestellt werden. Unterdrückung würde mit einem göttlichen Schleier verborgen; Verbrechen würden durch das Heilige reingewaschen.

Das ist genau der Punkt, an dem die Idee eines Gottesstaates auf theologischer und politischer Ebene ankommt.

Die Geschichte hat dies immer wieder gezeigt.

Dieser Staat hieß mal „Islam“, mal „Christentum“. Aber das Ergebnis blieb gleich. Im Namen Gottes wurde unterdrückt, im Namen Gottes wurden Verbrechen begangen. Yazid war für manche der Kalif der Muslime; er repräsentierte den Islam. Wir wissen, was den Kindern von Hz. Ali angetan wurde. Was sagen wir jetzt dazu? Wurde diese Unterdrückung im islamischen Staat im Namen Gottes begangen?

Wenn man den Staat auf religiöser Grundlage aufbaut und die Herrschaft mit religiöser Rhetorik legitimiert, gibt es keinen anderen Ort, an den diese Geschichte führen kann.

Wenn wir in die „heiligen“ Bücher schauen, sehen wir, dass Gott kein Gesetzbuch gesandt hat. Ohne Recht gibt es keinen Staat. Ein Regime ohne Gesetze ist undenkbar. Zudem umfasst das Recht in der modernen Welt fast alle Lebensbereiche.

Was sagt Gott nun zu diesen Bereichen?

Was ordnet er zum IT-Recht an?

Was sagt er zur Schifffahrtsgesetzgebung, zu internationalen Handelsregeln, zu Vertragssystemen?

Nichts.

Weil Gott ein solches Recht nicht hat.

Aber manche Menschen haben es.

Sekten, Orden, Gemeinschaften, diejenigen, die behaupten, „Gelehrte der Religion“ zu sein… Das heißt, die Menschen haben ihr eigenes Recht. Und diese Menschen präsentieren ihre eigenen Regeln als Gesetze Gottes. Sie sind es, die sprechen, aber sie behaupten, die Sprache gehöre Gott. Sie schreiben, aber sie behaupten, der Stift sei in Gottes Hand. So wird das Märchen vom göttlichen Staat konstruiert.

Diejenigen, die heute im Namen eines Gottesstaates losziehen, vergiften vor allem Kinder, Jugendliche und Frauen.

Dieser Tod geschieht nicht auf einmal. Er schreitet Schritt für Schritt voran. Zuerst trennen sie das Individuum vom Staat, von der Gesellschaft. Dann von der Familie… Am Ende werden sogar Mutter, Vater und Geschwister als „Ungläubige“ erklärt. Familienbande werden zerrissen.

Diejenigen, die dieses Gift einatmen, werden unfähig, mit fast irgendjemandem außerhalb ihrer Organisationen zu kommunizieren. Denn jeder ist der Andere, jeder ist ein Abtrünniger, jeder ist im Unglauben. Sie laden keine Worte in die Köpfe, sondern Kugeln. Selbst wenn sie keine Waffen geben, verwandeln sie Häuser in Stellungen und das Leben in ein Schlachtfeld.

Gott will einen Staat, und sie behaupten, sie würden seinen Krieg führen!

Die Kalenderblätter sind voll mit den Opfern dieses Giftes.

Darüber hinaus haben die Gruppen, die im Namen eines Gottesstaates loszogen, auch im Machtkampf gegeneinander gekämpft. Sie ließen sogar ihre Götter gegeneinander antreten. Die Geschichte sagt dies mit der Fackel, die sie auf die Gegenwart richtet, ganz deutlich.

Gift kann sich nicht organisieren.

Es kann keine Kader, Institutionen oder Zeitschriften haben. Menschen mit Glauben dürfen nicht sehenden Auges diesen Strukturen überlassen werden. Denjenigen, die versuchen, im Namen Gottes eine Diktatur zu errichten, und die sich selbst an Gottes Stelle setzen, darf dies nicht gestattet werden.

Dann ist die Behandlung, die den Läden der Gifthändler zuteilwerden muss, klar:

Diese Türen müssen versiegelt werden, damit sie nie wieder geöffnet werden können.