Nennen wir es beim richtigen Namen.
Niemand sollte die Angelegenheit verharmlosen oder versuchen, sie zu einer Boulevardgeschichte zu machen.
Amerika hat das Staatsoberhaupt eines souveränen Staates ohne mit der Wimper zu zucken entführt.
Das ist weder eine Operation, noch ein rechtlicher Prozess, noch ein Eingriff für die Demokratie...
Dies ist ein offener und grausamer Verstoß gegen das Völkerrecht.
Es ist die Verkörperung der Primitivität, bei der das Recht des Stärkeren gilt.
Das Staatsoberhaupt eines Landes gegen seinen Willen ins Visier zu nehmen, zu bedrohen, festzuhalten oder gewaltsam ausschalten zu wollen, ist das Paradebeispiel für Banditentum.
Was sagt das Völkerrecht?
Es spricht von Souveränität.
Es spricht von der Gleichheit der Staaten.
Es spricht von diplomatischer Immunität.
Was macht Trump?
Er sagt: „Wenn ich es will, dann geschieht es.“
Er sagt: „Ich habe mein eigenes Recht, ihr habt keines.“
Er sagt: „Wer sich nicht beugt, den mache ich nieder.“
Die USA haben mit der Entführung von Maduro Folgendes verkündet:
„Wen ich an der Wahlurne nicht besiegen kann, den entführe ich.“
„Wenn ein Embargo nicht ausreicht, nehme ich Geiseln.“
„Das Gesetz gilt nicht für mich.“
Das ist nicht die Mentalität eines modernen Staates; denn mit dieser Mentalität kann man nur eine Mafia sein!
Für heute ist Trumps Ziel Venezuela...
Aber man sollte die Angelegenheit nicht nur als die Entführung Maduros betrachten.
Das Problem ist genau folgendes:
Wenn dieser Entführungsakt legitimiert wird, wird morgen kein Staatsoberhaupt der Welt mehr sicher sein. Wer auch immer es auf jemanden abgesehen hat, wird über ihn herfallen, ihn entführen oder töten.
Danach ist das Chaos vorprogrammiert!
Heute Lateinamerika, morgen der Nahe Osten, übermorgen Asien...
Die internationale Ordnung wird zu zerfallen beginnen, sobald wir dieses Banditentum normalisieren; oder gar, um in den sozialen Medien einen Klick mehr zu bekommen, es boulevardesk aufbereiten – daran sollte niemand zweifeln.
Was Trump tut, ist keine „Weltführung“; es ist Tyrannei, Piraterie und ein Fragment des postmodernen Kolonialismus.
Indem Trump diesen Befehl erteilte, hat er eigentlich auch seine Legitimität verloren.
Die Erfolgsgeschichte, die er braucht, um danach wieder Präsident werden zu können, ist nicht die „Entführung Maduros“.
Die internationale Öffentlichkeit darf nicht schweigen und muss die notwendige Reaktion zeigen!
Andernfalls wird dem Tür und Tor geöffnet, und wir können nur sagen: Nach uns die Sintflut.
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