Archivarbeit ist wichtig. In der Politik ist sie sogar noch wichtiger.
Wenn wir eine Archivarbeit zur politischen Agenda und den Prioritäten in der Politik durchführen, stoßen wir auf ein interessantes Bild.
Auf der aktuellen Agenda hat das Volk nichts zu melden.
Liegt es daran, dass die Befugnisse der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) faktisch beschnitten wurden? Oder liegt es daran, dass die demokratischen Massenorganisationen (modisch ausgedrückt: „zivilgesellschaftliche Organisationen“) geschwächt sind? Das ist ungewiss.
Spulen wir den Film zurück.
Sie haben sicher schon vom Stoizismus gehört. Das Prinzip lautet grob: Mache dir keine Sorgen um Dinge, die du nicht ändern kannst, und übernimm Verantwortung sowie werde aktiv bei den Dingen, die du ändern kannst und ändern musst.
Wenden wir dieses Prinzip aus Sicht des Volkes auf die Politik an. Auf der aktuellen Agenda ist kein Platz für das Volk.
Aber auf der wirklichen Agenda... da hat die aktuelle Politik keinen Platz.
Lebenshaltungskosten, das Recht auf ein Leben in einer gesunden Umwelt, das Recht auf Zugang zu Gesundheitsdiensten, das Recht auf Bildung, der Schutz öffentlicher Güter... Obwohl das Volk in diesen Bereichen etwas tun könnte, gibt es weder einen Leitfaden noch eine politische Kampflinie.
Der vielleicht einzige Bereich, in dem sich die Agenda der Politiker und die des Volkes überschneiden, ist der Kampf um Gerechtigkeit. Doch selbst da bezweifle ich, dass dasselbe gemeint ist.
Diejenigen, die ungerechtfertigt entlassen wurden, die Verschuldeten, die Sicherheitsrisiken Ausgesetzten, diejenigen, deren Persönlichkeitsrechte verletzt wurden... In den Augen all dieser Menschen hat die Gerechtigkeit keinerlei Bedeutung.
Dies ist auch ein Grund für die Hoffnungslosigkeit und Untätigkeit. Es scheint keinen Weg zu geben, die täglich auftretenden Probleme zu lösen. Es wird jedoch ein Zauberstab berührt werden... Eine Petition wird angenommen werden... Jemandem wird der Weg geebnet werden... Das Volk wird sie wählen... und alles wird sich ändern. Doch nach diesem Wahlvorgang wird das Volk wieder nur Zuschauer bleiben. Wir werden wieder nur Zuschauer bleiben...
In einer Politik, in der wir bloße Zuschauer sind und auf die Tribünen verbannt werden, ist für uns kein Platz.
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