Datum: 27. März 1933
Seite 144 des 26. Bandes von Atatürks Gesamtwerk, herausgegeben vom Verlag Kaynak Yayınları.
Ich zitiere es wortgetreu:
''Blicken Sie auf die Sonne, die nun im Osten aufgehen wird. So wie ich heute sehe, dass der Tag anbricht, so sehe ich aus der Ferne auch das Erwachen aller östlichen Völker.
Es gibt noch viele Brudervölker, die ihre Unabhängigkeit und Freiheit erlangen werden. Ihre Wiedergeburt wird zweifellos in Richtung Fortschritt und Wohlstand geschehen. Trotz aller Schwierigkeiten und Hindernisse werden diese Völker die Barrieren überwinden und die Zukunft erreichen, die auf sie wartet. Kolonialismus und Imperialismus werden vom Erdboden verschwinden und an ihre Stelle wird ein neues Zeitalter der Harmonie und Zusammenarbeit treten, das zwischen den Nationen keinen Unterschied in Bezug auf Hautfarbe, Religion oder Rasse macht.
Derjenige, der Ihnen diese Worte sagt, ist nicht der Staatspräsident, sondern Mustafa Kemal als bloßes Mitglied der türkischen Nation. Auf diesen Punkt möchte ich Ihre besondere Aufmerksamkeit lenken.''
Hätte Atatürk diese Worte im Jahr 1920 gesagt, als er Artikel mit dem Titel ''Russischer Bolschewismus und türkischer Bolschewismus'' verfasste, hätten wir sagen können, er habe gesprochen, um sowjetische Unterstützung zu erhalten.
Hätte Atatürk diese Worte im Jahr 1905 gesagt, als er sagte: ''Man muss die Materie verstehen, man muss zuerst Sozialist sein'', hätten wir diese Worte im Rahmen des Reifeprozesses seiner Ideen bewerten und in der Realpolitik als unbedeutend einstufen können.
Doch Atatürk sagt diese Worte im Jahr 1937, als er die Macht vollständig in seinen Händen hielt.
Ich möchte dies der Aufmerksamkeit derjenigen in unserem Lande widmen, die sich als Atatürk-Anhänger, Kemalisten oder Atatürk-Liebhaber betrachten.
Kein interner Streit, kein ideologischer Ehrgeiz, kein persönlicher Vorteil rechtfertigt die Besetzung eines unabhängigen Landes durch den Imperialismus. Und erst recht ist es in den Augen eines Atatürk-Anhängers oder Kemalisten in keiner Weise legitim, diese Besetzung zu beklatschen oder ihr gegenüber gleichgültig zu bleiben.
Ich verurteile diesen schamlosen Angriff auf den Iran, unseren Nachbarn und Verwandten, mit dem wir 600 Jahre lang konfliktfrei zusammengelebt haben. Ich wünsche den Hyänen, die versuchen, den Löwen zu erwürgen, eine Niederlage, die sie nicht vergessen werden.
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