Man kann nicht umhin, an das Unheil der Kapitulationen zu erinnern, die wir abgeschafft haben und die uns in das heutige wirtschaftliche Elend gestürzt haben. Wie Sie wissen, befand sich unser Land in Bezug auf wirtschaftliche Organisation und Umfeld nicht in einer starken Position. Auch die individuellen wirtschaftlichen Werte hatten noch nicht das Niveau erreicht, um dem freien Wettbewerb standhalten zu können.
Die Ära des freien Handels, die durch das Tanzimat eingeleitet wurde, fesselte unsere Wirtschaft, die sich nicht gegen die europäische Konkurrenz verteidigen konnte, zusätzlich an die Kette der wirtschaftlichen Kapitulationen. Diejenigen, die uns in Bezug auf Organisation und individuelle Werte weit überlegen waren, genossen in unserem Land eine privilegierte Stellung. Sie zahlten keine Ertragssteuern. Sie kontrollierten unsere Zölle. Sie konnten Waren, wann immer sie wollten und unter welchen Bedingungen sie wollten, in unser Land einführen. Auf diese Weise hatten sie alle Bereiche unserer Wirtschaft unter ihre Kontrolle gebracht.
Meine Herren, der Wettbewerb, der gegen uns geführt wurde, war wahrlich sehr ungerecht, wahrlich sehr erdrückend. Unsere Konkurrenten haben auf diesem Weg unsere Industrie, die eigentlich sehr entwicklungsfähig war, ruiniert. Sie haben auch unserer Landwirtschaft großen Schaden zugefügt. Sie haben unsere Entwicklung, unsere Wirtschaft und die Reifung unserer Finanzen behindert.
Wirtschaft bedeutet alles. Sie bedeutet alles, was zum Leben, zum Glücklichsein und für die Existenz der Menschheit notwendig ist.
Meiner Meinung nach wird die „Ära des Volkes“ durch den Begriff „Ära der Wirtschaft“ ausgedrückt. Eine Ära der Wirtschaft, durch die unser Land aufblühen und unsere Nation wohlhabend und reich werden soll. An dieser Stelle möchte ich Sie an eine Philosophie erinnern: „Sich mit dem Vorhandenen zu begnügen, ist ein unerschöpflicher Schatz.“ Die Ära der Wirtschaft muss nun mit der Philosophie Schluss machen, dass Genügsamkeit ein unerschöpflicher Schatz sei und Armut als Tugend betrachtet werde.
Meine Herren, durch die konsequente Fehlinterpretation dieser Philosophie wurde dieser Nation und diesem Land großes Unrecht angetan. Wir wissen, dass Gott die vielen Gaben und Schönheiten, die er auf der Welt erschaffen hat, dazu geschaffen hat, damit die Menschen sie nutzen und in Wohlstand leben können. Und um die bestmögliche Nutzung zu gewährleisten, hat er den Menschen den Verstand und die Vernunft gegeben, die er dem übrigen Universum vorenthalten hat.
Wäre das, was wir Heimat nennen, nur aus trockenen Bergen, Steinen, Sumpfgebieten und kahlen Ebenen bestanden, hätte sie sich in nichts von einem Kerker unterschieden. Tatsächlich haben die Anhänger der besagten Philosophie nichts anderes getan, als unsere wertvolle Heimat in einen Kerker und eine Hölle zu verwandeln. Dabei ist diese Heimat ein Land, das es verdient, für unsere Kinder und Enkel zu einem Paradies gemacht zu werden. Was dieses Land aufblühen lässt und zu einem Paradies macht, sind wirtschaftliche Einflüsse und Arbeit.
Daher ist eine Ära der Wirtschaft erforderlich, in der unsere Nation lernt, wovon ein menschenwürdiges Leben abhängt, und diese Gründe auch anwendet. Unser aller Wunsch ist folgender: Die Individuen dieses Landes sollen mit ihren Beispielen Repräsentanten der Landwirtschaft, der Kunst, der Arbeit und des Lebens sein. Dieses Land soll nicht länger arm und diese Nation nicht länger verachtet sein; unser Land soll als „Land der Reichen“ bezeichnet werden. Und dieses neue Türkiye soll „Land der Fleißigen“ genannt werden.
Die Nation befindet sich in einer solchen Ära und wird eine solche Ära verherrlichen. Und sie wird die Geschichte einer solchen Ära schreiben. Der höchste Rang und die größte Ehre einer solchen Ära und Geschichte werden den fleißigen Kindern des Volkes gebühren.
Der neue türkische Staat wird ein Wirtschaftsstaat sein.
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