Die effiziente Nutzung knapper nationaler Ressourcen, um Dienstleistungen landesweit produktiv und ausgewogen anzubieten, ist für alle Staaten zu einem zentralen Tagesordnungspunkt geworden. In der heutigen Welt, die aus verschiedenen Gründen einen rasanten Wandel erlebt, sind die Kommunalverwaltungen, die einen wesentlichen Teil des öffentlichen Verwaltungssystems bilden, am stärksten betroffen. Daher spielen sowohl die Zentralregierung als auch die Kommunalverwaltungen eine Rolle bei der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen. In der Praxis hängen eine effektivere Dienstleistungserbringung sowie die administrative und finanzielle Aufgabenteilung zwischen Zentral- und Kommunalverwaltung jedoch maßgeblich von den wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Strukturen der Länder sowie der Art der angebotenen Dienstleistungen ab.
Die administrative und finanzielle Aufgabenteilung zwischen der Zentralverwaltung und den Kommunalverwaltungen basierte bisher auf keiner geregelten Grundlage. Da die Zentralverwaltung viele Aufgaben der Kommunalverwaltungen übernimmt, können kommunale Dienstleistungen nicht adäquat erbracht werden. Auch in Bezug auf die Einnahmen zeigen sie ein Bild, das fast vollständig von der Zentrale abhängig ist.Zu diesem Zweck muss die administrative und finanzielle Aufgabenteilung zwischen der Zentralverwaltung und den Kommunalverwaltungen durch Gesetze auf Basis rationaler Prinzipien neu geordnet werden.
Auch in Bezug auf die finanzielle Aufgabenteilung konnte der in unserer Verfassung verankerte Grundsatz, dass den Kommunalverwaltungen Einnahmen im Verhältnis zu ihren Aufgaben zur Verfügung gestellt werden, leider nicht umgesetzt werden. Es ist kein auf rationalen Prinzipien basierendes Verhältnis zwischen den von den Kommunalverwaltungen übernommenen Dienstleistungen und ihren Ressourcen erkennbar. Daher muss die Verteilung öffentlicher Dienstleistungen und Einnahmen zwischen Zentral- und Kommunalverwaltung auf neutralen und wissenschaftlichen Grundlagen beruhen.
Haushalte der Kommunalverwaltungen sind Dokumente, die die jährlichen Einnahmen und Ausgaben der Kommunen aufzeigen. Durch ihre Haushalte bestimmen die Kommunalverwaltungen, woher sie Ressourcen beziehen, wie sie auf Basis dieser Ressourcen Dienstleistungen erbringen und wie diese Ressourcen verteilt werden. Daher sind kommunale Haushalte nicht nur Finanzpläne, sondern auch lokale Pläne für wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Kommunale Haushalte haben eine besondere Bedeutung, da sie die wirtschaftliche Richtung vorgeben und den finanziellen Kurs bestimmen. In der heutigen globalisierten Welt gilt: Je solider und verlässlicher der Haushalt einer Kommunalverwaltung ist, desto stärker und wirksamer wird ihre Position in der nationalen und globalen Wirtschaft sein.
- Die grundlegende Vision der CHP-geführten Kommunen in Bezug auf die Haushaltsplanung sollte soziale Kommunalverwaltung sein, ihre Mission hingegen Volksnähe. In diesem Sinne sollte ein Verständnis von Kommunalverwaltung in den Vordergrund rücken, das Armut, Korruption und Verschwendung verhindert.
- Die Kommunen sollten eine Haushaltspolitik verfolgen, die städtische Verarmung verhindert, die Schieflage bei der Einkommensverteilung bekämpft und das Kernziel der Partei – das Manifest, dass kein Kind hungrig zu Bett gehen darf – in der Kommunalverwaltung umsetzt. Damit sollen sie der Bevölkerung zeigen und spürbar machen, dass dies auch auf Ebene der Zentralregierung möglich ist.
- Das grundlegende Problem der Kommunen in Bezug auf die Haushaltsplanung besteht darin, dass sie die Gemeinden mit erheblichen finanziellen Belastungen übernehmen.
- Die Kommunen müssen erfolgreich darin sein, diese finanziellen Lasten zu reduzieren.
- Es muss eine beachtliche Leistung bei der Verringerung von Armut und Korruption erbracht werden, was die grundlegende Vision der CHP darstellt.
- Um diesen Erfolg im Finanzmanagement fortzusetzen, ist es notwendig, dem wirtschaftlichen Wachstum und der Entwicklung der Stadt
sowie den Investitionsprogrammen und deren Leistung Priorität einzuräumen. In diesem Zusammenhang sollten Investitionen, die mit knappen Ressourcen groß angelegt sind, Anreize schaffen, die Beschäftigung erhöhen und den Wohlstand mehren, bei der Haushaltsplanung Vorrang haben.
- Kommunen sollten nicht nur auf die vom Zentrum kommenden Mittel angewiesen sein, sondern auch in der Lage sein, eigene Ressourcen zu schaffen und diese geschickt in den sozialen Wohlstand zu investieren.
Die Kommunen haben die Möglichkeit, Investitionen durch die Aufnahme von Krediten zu finanzieren. Zum Beispiel ist gemäß Artikel 5393/68 die Erstellung eines Investitionsprogramms erforderlich, um Auslandskredite aufnehmen oder Anleihen begeben zu können.
Das grundlegende Manifest einer sozialen und volksnahen Kommunalpolitik sollte die lokale Entwicklung vorantreiben, um Binnenwanderungen zu stoppen, Arbeitsplätze zu schaffen und lokale Arbeitslosigkeit zu verhindern. Schulden zu begleichen ist keine Kunst; die wahre Kunst besteht darin, Arbeitsplätze zu schaffen und soziale Anreize zu mehren. Wenn sie im Namen einer volksnahen und sozialen Kommunalpolitik eine gerechte und am Volk orientierte Verteilung auf lokaler Ebene umsetzen und dabei eher die Partei als sich selbst stärken, wird auch die Macht auf zentraler Ebene folgen. Ich hatte bereits vor der Wahl dazu aufgerufen: Es muss dringend ein Gesetz zur administrativen und finanziellen Aufgabenteilung verabschiedet werden. Andernfalls werden die Gehälter nach einiger Zeit nicht mehr zahlbar sein. Die Kommunen sind zu 75 bis 90 Prozent von der Zentralregierung abhängig; dies ist ein sehr ernstes Risiko, das klar kommuniziert werden muss.
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