Servicegebühren wurden abgeschafft, Gedeckgebühren wurden abgeschafft, Tischgebühren wurden abgeschafft.
Als jemand, der dieses Thema als Erster auf die Tagesordnung gebracht hat, habe ich die Besitzer von Restaurants und Cafés in jedem meiner Artikel gewarnt.
Der Weg, den sie eingeschlagen hatten, war nicht der richtige.
Für alles gibt es ein Maß und einen Anstand.
Sie hatten mit einer Servicegebühr von 10 Prozent begonnen und diese auf bis zu 20 Prozent erhöht.
Das habe ich damals geschrieben und das schreibe ich auch heute.
Sie können uns nicht die Gehälter Ihrer Angestellten unter dem Namen einer Servicegebühr bezahlen lassen.
Als ob die Servicegebühr nicht genug wäre, haben Sie auch noch eine Gedeckgebühr auf die Rechnung gesetzt.
Was ist ein Gedeck? Brot und Wasser.
Aber auch dabei haben Sie getrickst. Sie haben das Brot gegeben und angefangen, für das Wasser Geld zu verlangen.
Verzeihen Sie, aber Sie haben das Maß verloren.
Das haben Sie verdient.
Aber ist das Problem gelöst, nur weil die Servicegebühr abgeschafft wurde?
Natürlich nicht.
Die Menschen tragen heutzutage wirklich nicht mehr viel Bargeld bei sich.
Sagen wir, bei Rechnungen bis zu 10.000 Lira können wir die 10 Prozent Servicegebühr von 1.000 Lira bezahlen. Aber wie sollen wir bei höheren Rechnungen die Servicegebühr bezahlen, wenn wir kein Bargeld dabei haben?
Die 10-prozentige Servicegebühr ist das Recht der Mitarbeiter, die uns bedienen.
Dafür muss unbedingt eine Regelung getroffen werden.
Europa und Amerika haben dieses Problem schon vor Jahren gelöst.
Wir konnten die Servicegebühr auf die Rechnung selbst festlegen und hinzufügen oder über ein System mit Optionen von 10, 15 oder 20 Prozent auswählen.
Diese von uns festgelegte Servicegebühr konnte dann von unserer Kreditkarte abgebucht werden und war steuerfrei, sodass die gesamte Servicegebühr in der Tasche des Servicepersonals landete.
Was passiert jetzt?
Was werden die Restaurant- und Cafébesitzer, die nun die Servicegebühr verloren haben, als Nächstes tun? Sie werden die Preise erhöhen, um dieses Geld wieder reinzuholen.
Sie verkaufen Speisen und Getränke ohnehin schon zu sehr hohen Preisen.
Sie haben es für angemessen gehalten, den Menschen in diesem Land das teuerste Essen und die teuersten Getränke der Welt anzubieten.
Sobald der Mindestlohn erhöht wurde, haben Sie Ihre Speisekarte um 27 Prozent verteuert.
Was ist in drei Tagen in unserem Land passiert, dass Sie die Preise um 27 Prozent erhöht haben?
Ist der Fleischpreis gestiegen? Ist der Mehlpreis gestiegen? Sind die Getränkepreise um 27 Prozent gestiegen, dass Sie Ihre Preise sofort um 27 Prozent anheben?
Sie werden sagen, die Mieten seien gestiegen, die Gehälter der Mitarbeiter seien gestiegen. Bitte schön, das sollten Sie dann auch selbst tragen.
Wir essen hier das teuerste Fleisch der Welt, wir essen hier die teuerste Pizza der Welt, wir essen hier die teuerste Pasta der Welt, wir essen hier das teuerste Dessert der Welt, wir trinken hier den teuersten Alkohol der Welt, wir trinken hier den teuersten Kaffee der Welt.
Decken Sie Ihre Kosten doch aus den Speisen und Getränken, die Sie so teuer verkaufen.
Sie verkaufen eine Cola für 250 Lira. Das ist eine Schande. Ein Mensch sollte ein wenig Schamgefühl haben. Sie kaufen diese Cola für 20 Lira ein. Was bedeutet es, Cola zum 12-fachen Preis zu verkaufen? 5 Euro für eine Cola. Das ist unverschämt.
Sie verkaufen eine Portion Sardellen, deren Kilo 100 Lira kostet, für 2.000 Lira. Sie verkaufen einen Steinbutt, den Sie für 1.000 TL pro Kilo einkaufen, für 8.000 Lira.
Schämen Sie sich dafür nicht einmal?
Ich habe in meinem Leben noch nie ein so gieriges Volk gesehen.
Wir können das nicht der Regierung in die Schuhe schieben.
Unsere Menschen sind schlecht.
Die Regierung hat auf den Tisch gehauen.
Service-, Gedeck- und Tischgebühren wurden abgeschafft.
Jetzt ist es an der Zeit, auch diesen Wucherpreisen Einhalt zu gebieten.
Wenn Sie es nicht tun, wird jemand anderes kommen, der diesen Preisen Einhalt gebietet.
Faik Erdemli
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