Wer in Istanbul mit dem Auto das Haus verlässt, für den sind die Straßen der erste Ort, an dem er Dienstleistungen in Anspruch nimmt.
Wer in Istanbul zu Fuß das Haus verlässt, für den sind Busse und U-Bahnen die erste Dienstleistung, die er nutzt.
Fragen Sie doch mal nach: Sind die Bürger zufrieden?
Ich bin es nicht.
Ich fahre mit dem Auto raus, nutze aber auch Bus und U-Bahn.
Die Straßen in Istanbul sind voller Schlaglöcher.
Und das nicht erst seit gestern, sondern schon seit langer Zeit sind Istanbuls Straßen übersät mit Schlaglöchern.
Wenn wir mit unseren schönen Autos von zu Hause zur Arbeit oder irgendwohin fahren, wissen wir nicht einmal, ob wir mit dem Auto heil wieder nach Hause kommen.
Ich weiß nicht, was man mehr bedauern soll: die aufgeschlitzten Reifen, wenn wir in diese Schlaglöcher fahren, oder unsere überall verbeulten und zerkratzten Stoßstangen.
Die Kommunalverwaltungen in Istanbul arbeiten nicht.
Dabei unterscheide ich nicht zwischen der Verwaltung dieser oder jener Partei.
Das ist es, was ich sehe.
Wir können weder mit dem Auto vernünftig reisen, noch können wir ordentlich auf den Gehwegen laufen, noch können wir in Busse und U-Bahnen einsteigen, ohne uns durch das Gedränge zu kämpfen.
Glauben Sie mir, bei diesen Wahlen werden Sie die Rechnung dafür mehr als deutlich präsentiert bekommen.
Sie könnten damit beginnen, erst einmal die Schlaglöcher zu füllen.
Wir wohnen in Häusern im Wert von Millionen Dollar, fahren Autos für eine halbe Million Dollar, aber wir schaffen es nicht, Schlaglöcher für 1.200 Lira zu füllen.
Die Kosten für die Reparatur eines 1-mal-1-Meter-Schlaglochs, die von zwei Gemeindearbeitern durchgeführt werden kann, belaufen sich auf 1.200 Lira.
Für die Gemeinde kosten sie fast so viel wie zwei Tassen Kaffee.
Aber es wird nicht gemacht.
Die Kosten für ein großes Schlagloch: 1.200 Lira.
Material: 25 kg Heißasphalt-Splitt 600 Lira.
Arbeitszeit 2 Stunden 600 Lira.
Gesamt 1.200 Lira.
Die Kommunen erledigen diese Arbeit nicht, obwohl sie fast kostenlos ist.
Vielleicht lohnt es sich für sie nicht, weil es zu billig ist.
Wer durch Europa reist, weiß das.
Zwei Arbeiter flicken alle Straßen.
In ganz Europa sind die Straßen voller Flicken.
Alle Straßen, die im Winter beschädigt wurden, werden den ganzen Frühling und Sommer über repariert.
Wie gesagt, entweder Sie bringen diese Straßen so schnell wie möglich in Ordnung, oder seien Sie sich bewusst, dass Sie bei den nächsten Wahlen diese Sitze jemandem überlassen werden, der auch wirklich arbeitet.
Faik Erdemli
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