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Aus Yeşilçam wurde Karaçam

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Die Welt hat in jeder Epoche schwierige Prozesse durchlaufen.

Es gab immer ein Gerangel.

Einer der schlimmsten war der Weltkrieg, in dem Millionen Menschen mitten in Europa starben.

Danach konnten selbst die dritte industrielle Revolution mit Computertechnologien und der technologische Fortschritt diese Konflikte nicht stoppen.

Dabei ist es heute möglich, Dutzende Flugzeuge mit bloßem Auge zu sehen, wenn man in den Himmel blickt. Momentan befinden sich etwa 5 Tausend Flugzeuge in der Luft und befördern Millionen Passagiere. Vor gerade einmal hundert Jahren lag diese Zahl noch bei null.

Trotzdem sterben immer noch Kinder unter Bomben.

Wir dachten, wir hätten uns entwickelt, modernisiert und zivilisiert.

Wie dem auch sei, unser Thema ist das türkische Kino.

Wie konnte es in jenen schwierigen Zeiten des Kalten Krieges, als Geld sehr knapp und die technologische Infrastruktur begrenzt war, so vorankommen, dass uns die Produktionen und insbesondere die Dialoge noch heute fesseln?

Trotz der Schwierigkeiten produzierte das türkische Kino hunderte Filme.

Natürlich gab es auch schwache Produktionen wie „Civciv Çıkacak Kuş Çıkacak“, aber es wurden ebenso viele legendäre Filme gedreht. Besonders viele Filme, die während der schwierigen Jahre des kommunistischen Kampfes entstanden, werden immer noch mit Interesse geschaut. Selbst als die Möglichkeiten äußerst begrenzt waren, wurden unvergessliche Werke geschaffen.

„Zübük“ steht dabei an erster Stelle. Dutzende Filme wie „Yılanların Öcü“, „Gurbet Kuşları“ und „Tatar Ramazan“ haben ihren Platz auf den goldenen Seiten des türkischen Kinos eingenommen. Selbst in den 90er Jahren, als wir relativ wohlhabender wurden, entstanden gute Filme: „Her Şey Çok Güzel Olacak“, „Entelköy Efeköy’e Karşı“ und „Beynelmilel“ sind nur einige davon.

Ertem Eğilmez, Halit Refiğ, Osman Seden… Hababam Sınıfı…

Tarık Akan, Kadir İnanır, Hülya Koçyiğit, Türkan Şoray…

Die Stars einer Ära, eine Filmschule…

Was ist dann passiert?

Die Wurzeln des türkischen Kinos wurden zerstört.

Wir dachten, wir wären reicher geworden. Unser Bruttoinlandsprodukt war um das 20-fache gestiegen.

Nun, wo sind dann die neuen Produktionen?

Wo sind die neuen Schauspieler und Schauspielerinnen?

Yeşilçam ist völlig verödet.

Weder ein starkes Drehbuch noch ein unvergesslicher Charakter…