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Auszeichnung oder Fessel?

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Die Festnahmen in den Istanbuler Stadtverwaltungen dauern an.

Es ist offensichtlich, dass sich der Regierungschef und sein Team für die kommenden Jahre formieren.

Die faulen Äpfel werden aussortiert.

Es scheint, als hätte die Reise des Derwischs begonnen, die in der „Çilehane“ (der Zelle der Entbehrung) über einen langen Zeitraum und nur mit Brot und Wasser ihren Anfang nimmt.

Wir alle kennen diese Prozesse in der Politik.

Hauptsache, man landet nicht am Galgen.

Hauptsache, man wird nicht aufgehängt.

Davon gibt es kein Zurück.

Ansonsten erreicht man auf die eine oder andere Weise sein Ziel.

Man betrachte Demirel, Ecevit, Erbakan und einige andere.

Natürlich saßen nicht alle Politiker im Gefängnis, aber alle, deren Namen heute noch genannt werden, waren eine Zeit lang Gäste in der „Çilehane“.

Ihre Widerstandsfähigkeit ist gestiegen.

Sie haben die Prüfungen erfolgreich bestanden und werden bis heute mit Respekt und Liebe in Erinnerung behalten.

Doch neulich stieß ich auf eine Nachricht.

Neben Politikern wurden auch die Eigentümer eines sehr großen Bauunternehmens inhaftiert.

Ich kenne ihre genauen Verfehlungen nicht, aber es dürfte wohl um Ausschreibungsgeschäfte gehen.

Der Gründer dieses Unternehmens ist unser geschätzter Ingenieur und Bauunternehmer Ersin Arıoğlu.

Er gehört zu unseren bedeutendsten Ingenieuren und Bauunternehmern.

Wenn die Auslandstätigkeiten der Bauwirtschaft der Republik Türkei die Marke von 500 Milliarden Dollar überschritten haben, dann ist Ersin Arıoğlu einer der ersten fünf Namen dieses Abenteuers.

Insbesondere die Hochgeschwindigkeitszugprojekte, die sie im arabischen Raum und in den Wüsten Afrikas realisiert haben, sind ein bedeutender Beweis für die Ingenieurskunst unseres Landes.

Nachdem Ersin Arıoğlu verstorben ist, übernahmen seine Kinder die Verantwortung.

Nun wurden auch sie verhaftet.

Ich kenne die Kinder nicht besonders gut.

Ihr Vater, Ersin Bey, war ein sehr bescheidener Ingenieur und Bauunternehmer, den wir sehr schätzten.

Wenn wir ihn auf seinem Handy anriefen, erreichten wir ihn sofort.

Manchmal rief er selbst an und fragte nach den Namen talentierter junger Ingenieure.

Er legte großen Wert auf unsere Empfehlungen.

Er hatte ein besonderes Interesse an der Universität, der Wissenschaft und der akademischen Welt und unterstützte die Hochschuldozenten, wo er nur konnte.

Die Kinder unseres Ingenieurs und Bauunternehmers, dessen Hand man küssen möchte, sind – soweit wir sie aus der Ferne kennen, denn eine Kommunikation wie mit ihrem Vater war uns nicht vergönnt – äußerst anständige, ehrliche und fähige Ingenieure.

Es heißt nicht umsonst: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Diese Kinder, die kürzlich bei einer Veranstaltung des Türkischen Bauunternehmerverbandes vom Herrn Präsidenten mit einem Erfolgspreis ausgezeichnet wurden, sind nun verhaftet worden.

Eine Nachricht, die selbst ihre Konkurrenten betrübt.

Die Verhaftung eines Unternehmers vergiftet das gesamte System.

Sie schreckt auch andere ab und führt zu einer Verödung.

Sich für diese Kinder, die Mitglieder des Türkischen Bauunternehmerverbandes sind, einzusetzen, übersteigt natürlich meine Möglichkeiten.

Das steht einem einfachen Akademiker wie mir auch nicht zu.

Doch da vom Türkischen Bauunternehmerverband, dem sie angehören, selbst auf niedrigem Niveau keine Stimme zu hören war, habe ich mich dazu berufen gefühlt, dies zu tun.

Ich hoffe, dass sie bald wieder auf freiem Fuß sind, damit die türkische Bauwirtschaft ihre Reise fortsetzen kann, auf der sie noch größere Erfolge erzielen wird.