Das türkische Volk hat in der letzten Zeit den absoluten Tiefpunkt der Armut erlebt.
Besonders die Rentner stehen buchstäblich kurz vor dem Abgrund.
Wenn ich in Deutschland unterwegs bin, wird mir das Ausmaß unserer Armut noch deutlicher bewusst.
Obwohl ich ein hohes Einkommen habe, kann ich es mir in der Türkei kaum leisten, in einem Restaurant zu essen.
Eine Suppe und ein durchschnittliches Fleischgericht kosten tausend Lira, während ich in Deutschland für weniger Geld eine bessere Qualität bekomme.
Natürlich möchte ich die Wirtschaft Deutschlands nicht mit der der Türkei vergleichen, aber wenn man sich die gebildete Bevölkerung anschaut, muss man der Türkei durchaus Anerkennung zollen.
Auch wenn sie kein Geld haben, stehen die Türken den Deutschen in Bezug auf ihre Lebensauffassung und ihr Verhalten in nichts nach. Besonders die Türken, die in der Zeit des Kalten Krieges und im halb-kommunistischen Umfeld der Türkei aufgewachsen sind, sind äußerst kultivierte und gewissenhafte Menschen.
Wir haben gehört, dass Katar und die umliegenden Emirate große Investitionen getätigt haben.
Sie bauen Residenzen, weil sie ein Anziehungspunkt für die Welt werden wollen.
Sie möchten mehr qualifizierte, gut ausgebildete und kultivierte Menschen in ihr Land locken, damit das soziale, kulturelle und geschäftliche Leben in Katar bereichert wird.
Sie versuchen sozusagen, die Mühle mit herbeigeholtem Wasser zu drehen, aber sie sind damit durchaus erfolgreich.
Sie bieten sogar Aufenthaltsgenehmigungen für die ganze Familie an.
Sie wollen ihr warmes Klima in den kalten Wintermonaten nutzen, um reiche und kultivierte Europäer als Gäste zu empfangen.
Doch ich habe gehört, dass sie dabei etwas übers Ziel hinausgeschossen sind.
Das Land ist zu einem Zentrum für OnlyFans-Produzenten geworden.
Katar ist voll von zwielichtigen Gestalten.
In den Residenzen haben sich junge Frauen niedergelassen, die ihr Geld mit einem Stativ und einer Kamera verdienen.
Es scheint, als hätte Katar bei dem Versuch, die Augenbrauen zu richten, das Auge ausgestochen.
Sie stehen noch am Anfang ihres Weges.
Wenn sie den türkischen Rentnern sehr langfristige, zinslose Kredite und vielleicht sogar eine kleine Aufenthaltsbeihilfe gewähren würden, würden unsere kultivierten, gewissenhaften und gut ausgebildeten Rentner ebenfalls nach Katar ziehen.
Sie müssten im Winter nicht mehr frieren und könnten mit der Wärme der arabischen Wüste ihre Erdgasrechnungen austricksen.
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