Seit einer Woche ist es in den Nachrichten.
Es heißt, in Gebze stürzen Gebäude ein.
Wieder sind Kinder gestorben.
Zuerst fing es mit einem Gebäude an.
Es hieß, der Bauunternehmer sei schuld.
Doch beim Betrachten der Bilder des eingestürzten Gebäudes wurde deutlich, dass das Ereignis eine andere Ursache hat.
Eigentlich ist das Gebäude nicht eingestürzt, sondern zur Seite gekippt.
Das bedeutet, dass es kein Problem mit der Festigkeit des Stahlbetonrahmens gab.
Als dann auch die anderen Gebäude entlang derselben Linie zur Seite kippten, wurde die Ursache des Vorfalls klar.
Der durch den U-Bahn-Bau geschwächte Boden hat die Gebäude, die entlang der Strecke aufgereiht waren, zum Kippen gebracht.
Im Boden kam es zu ungleichmäßigen Setzungen.
Die Tragfähigkeit des Bodens wurde zunichtegemacht.
Mit den heutigen Ingenieurtechniken muss man schon dumm, schwachsinnig oder einfältig sein, um so etwas zu verursachen.
Es gibt alle Arten von Werkzeugen und Geräten.
Technische Ausrüstung und ingenieurwissenschaftliches Wissen sind ebenfalls vorhanden.
Wie kann es also sein, dass Gebäude aufgrund von Aushubarbeiten für den U-Bahn-Bau einstürzen und Menschen sterben?
Die Antwort ist einfach.
Solange wir diese sogenannten Bauunternehmer-Verschnitte – diese teufelsgesichtigen, ungepflegten Gestalten, die ihr Vieh verkauft haben, in die Stadt gezogen sind, nicht lesen und schreiben können, unter dem glänzenden Gucci-Anzug billige Unterwäsche vom Markt tragen und mit einem billig erworbenen, schwer beschädigten Mercedes angeben – nicht aus dem System entfernen, werden weiterhin Kinder sterben.
Solange wir diese sogenannten rückständigen Bauleute, die in ihrem Leben noch nie eine Festigkeitsaufgabe gelöst haben, die bei der Erwähnung von „Spannung gleich Kraft pro Fläche“ nur verständnislos starren, die ein Pendellager für ein Maultierbein halten und die bei Begriffen wie „Boden-Tragfähigkeit“ oder „trockenes Raumgewicht“ das Weite suchen, nicht aus dem System entfernen, werden weiterhin Kinder sterben.
Eigentlich brauchen wir diese aus dem Gefängnis entlaufenen Bau-Ignoranten überhaupt nicht.
Es gibt in der Türkei viele Firmen, die von Ingenieuren geführt werden und Projekte wie den U-Bahn-Bau, die hohe Technologie und ingenieurwissenschaftliches Fachwissen erfordern, umsetzen können.
Diese Firmen bauen sogar im Ausland und mitten in Europa U-Bahnen.
Diese Ingenieur- und Bauunternehmen, deren Gründungsdaten weit zurückreichen, verfügen über ein sehr hohes Maß an ingenieurwissenschaftlichem Wissen und Tiefe.
In diesen Firmen arbeiten sehr fähige Ingenieure mit Master- und sogar Doktortiteln.
Ich kenne einige, die an Universitäten unterrichten.
Diese Ingenieur-Bauunternehmer haben ein Niveau erreicht, das die Bedingungen und Qualifikationen der hochstandardisierten Bauausschreibungen der G8-Staaten erfüllt.
Wenn man jedoch diese Ingenieur-Bauunternehmen ausschließt und stattdessen Schein-Bauunternehmer bevorzugt, die erst gestern gegründet wurden, keine Pläne kennen, keine Projekte lesen können, nicht über ausreichend erfahrene Ingenieure verfügen und Ingenieure zum Mindestlohn beschäftigen, dann werden in den zur Seite kippenden Gebäuden weiterhin Kinder sterben.
Kurz gesagt: Solange wir die absurde Ausschreibungsbedingung nicht abschaffen, die es ermöglicht, Aufträge bevorzugt an Firmen ohne Qualifikation und Kompetenz zu vergeben – bekannt als 21b –, ist uns ein sicheres Leben verwehrt.
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