Ich hatte es schon lange im Kopf, konnte es aber aufgrund meiner Arbeitsbelastung einfach nicht niederschreiben.
Eigentlich bin ich auch jetzt etwas beschäftigt. Ich unterrichte Ingenieurstudenten an der Technischen Universität Vilnius.
Ich habe ein ziemlich straffes Programm.
Diesen Text habe ich in der Pause zwischen den Vorlesungen vorbereitet.
Nach dem Erdbeben vom 6. Februar, das unser Land in tiefe Trauer versetzte, begann die TOKİ schnell mit Ausschreibungen für Erdbebenwohnungen.
Obwohl sie sehr schnell handelte und alle ihre Ressourcen in die Erdbebenregion lenkte, konnte sie innerhalb eines Jahres nur dreißigtausend Wohnungen für die Erdbebenopfer fertigstellen.
Mehr war technisch ohnehin kaum möglich.
Natürlich ist diese Zahl nicht gering, aber angesichts des Ausmaßes der Katastrophe ist sie äußerst unzureichend.
Unser Volk, das beim Erdbeben sein Leben, sein Hab und Gut, einfach alles verloren hatte, vertraute der TOKİ und bewarb sich für die Verlosungen.
Als die Ergebnisse der Verlosung bekannt gegeben wurden, was mussten sie da sehen!!
Die Abgeordneten der Region waren den Bürgern zuvorgekommen und hatten sich mit manipulierten Verlosungen die für die Erdbebenopfer gebauten Wohnungen unter den Nagel gerissen.
Schamlose Abgeordnete.
Die Namen der Abgeordneten, die sie auf die vorgewärmten Kugeln in der Lostrommel geschrieben hatten, klebten wie von Zauberhand an den Händen derer, die die Lose zogen.
Es ist unmöglich, diese Niedertracht zu begreifen, aber nehmen wir einmal an, wir hätten es verstanden.
Was aber soll man zu diesen Vertretern der „TAKVA“ (Gottesfurcht) sagen, die mit Turban, Gewand und Kajal umherlaufen, von denen behauptet wird, sie würden Tausenden von Menschen den Weg weisen, die Audi bevorzugen und ständig von göttlicher Gerechtigkeit, dem Koran, dem Glauben und der Sunna sprechen?
Haben sie sich an die TOKİ statt an ihre „TAKVA“ gewandt, ihre Namen auf vorgewärmte Kugeln schreiben lassen und sich auf dieses Spiel mit manipulierten Verlosungen eingelassen, weil sie nicht an Gott glauben oder weil sie zwar glauben, ihm aber nicht vertrauen?
Als ich diese Nachrichten las, musste ich an den Film „TAKVA“ aus dem Jahr 2005 denken, bei dem Özer Kızıltan Regie führte und in dem Erkan Can, Meray Ülgen und Güven Kıraç die Hauptrollen spielten.

Als ich den Film sah, dachte ich, die dort gezeigte Lebensweise könne nicht real sein, sie sei maßlos übertrieben – doch wie sich herausstellt, war sie real.
Im Film wurde es sogar noch untertrieben dargestellt.
Dass sie so gewissenlos sein würden, wurde im Film nicht erwähnt.
Möge Gott diese gewandtragenden Heuchler zur Einsicht bringen.
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