Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Ramadan-Fest. Während wir uns am letzten Tag des Festes befinden und für die übrige muslimische Welt der zweite Tag angebrochen ist, möchte ich ein paar Worte zum Krieg in unserer Region verlieren.
Vor Jahren reiste ich in die Golfregion. Ich drehte eine Dokumentation über die Hedschasbahn. Ich fuhr bis nach Al-Ula, 200 Kilometer nördlich von Medina. Ich folgte der Strecke bis nach Tabuk.
Ich habe die arabische Etappe des Hedschasbahn-Projekts, ein exquisites Werk unserer Vorfahren, Schritt für Schritt bereist.
Ich habe die Bahnstrecke, die Brücken und andere Kunstbauten immer wieder untersucht.
Ich habe alle Details dieser großartigen Ingenieursleistung dokumentiert.
Während dieser Arbeiten besuchte ich auch berühmte Städte wie Dubai, Abu Dhabi, Dschidda, Bahrain und Riad.
Ich habe die prächtigen Hotels, die legendären Flughäfen, die prunkvollen Basare und den 850 Meter hohen Burj Khalifa besichtigt.
Ich habe die köstlichen Speisen probiert.
In dieser Region, in der der Luxus das Nirvana erreicht hat, blendeten Reichtum und Exzess.
Die Muslime haben auf Erden ein Paradies erschaffen.
Künstliche Inseln, Kanäle und Unterhaltungseinrichtungen auf Häfen – ich glaube nicht, dass es so etwas anderswo auf der Welt gibt.
Woher kam das Geld für all das?
Ich bin dort auf keine einzige Fabrik oder Produktionsstätte gestoßen.
Warum ist dieser künstliche Reichtum und dieses virtuelle Leben, das nur durch das von Gott geschenkte Öl ohne wirkliche Wertschöpfung entstanden ist, auf eine bestimmte Region beschränkt geblieben?
Während direkt nebenan Tausende ihrer Brüder, Frauen und Kinder bombardiert werden, warum ist dieser Reichtum und dieser Prunk in einem begrenzten Gebiet gefangen?
Haben die Scheichs in ihren Gewändern, die im hundertsten Stockwerk ihrer Residenzen in Begleitung von Eskorten ihren Champagner schlürfen, denn gar kein schlechtes Gewissen?
Gehörten die Einnahmen aus den Energieressourcen, die Gott den Muslimen geschenkt hat, nur diesen Scheichs, während andere arme Muslime mitsamt ihren Familien in Zelten bombardiert wurden?
Niemand kennt die Antwort darauf nicht.
Da sich leider niemand vor Ort darum kümmert, blieb es wieder an Gott dem Allmächtigen, ein Machtwort zu sprechen.
Die Blase aus Luxus und Prunk, die sie in vierzig Jahren erschaffen haben, und der sündhafte Lebensstil auf heiligem Boden sind infolge der Klagen der Unterdrückten in sich zusammengebrochen.
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