Die Fälschungen haben überhandgenommen.
Wir haben falsche Ärzte, falsche Lehrer und falsche Professoren gesehen.
Da jeder von Ihnen die Quelle des Vorfalls kennt, werde ich nicht zu tief graben, um mir keinen Ärger einzuhandeln.
Der Vorfall wurde vertuscht.
Doch als ein falscher Imam auftauchte, änderte sich die Lage.
Diejenigen, die gegen die Operationen eines falschen Arztes oder die Diplome eines falschen Professors keine Einwände erhoben hatten, klopften bei der Religionsbehörde (Diyanet) an, sobald es um das Thema Gebet ging.
Sie baten um eine Fatwa mit der Frage: „Was wird aus unseren Gebeten?“
Sie fragten zögerlich, ob sie nun die Gebete nachholen müssten, die sie jahrelang hinter dem falschen Imam verrichtet hatten, wohl wissend, dass sich eine beachtliche Anzahl an Gebeten angesammelt hatte.
Die Diyanet überlegte hin und her.
Sie prüfte die Rechtsgutachten und
erließ eine Fatwa, die der Bevölkerung in den Kram passte.
Ein Nachholen der Gebete sei nicht erforderlich.
Da entschieden wurde, dass die Gehälter, die der Imam trotz seines gefälschten Diploms bezogen hatte, ab dem Datum seines Dienstantritts als rechtmäßig (halal) gelten, wurden auch die Gebete als angenommen betrachtet.
Schließlich war der Imam zwar falsch, aber der Gläubige echt.
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