Vor Jahren hatte ich einen Tweet abgesetzt.
Ich schrieb, dass Sunay Akın für 15 bis 20 Jahre ununterbrochen Kulturminister sein sollte, um das „türkische Volk in die Riege der zivilisierten Nationen zu führen“.
Ich fügte hinzu, dass es auch keinen anderen Ausweg gäbe.
Glücklicherweise hat Sunay Akın meine Zeilen irgendwie mitbekommen und mich angerufen.
Er bedankte sich sehr.
Er betonte nachdrücklich, dass die Politik nicht sein Metier sei.
Dass er mit Geld und Reichtum ohnehin nichts am Hut hat, weiß ich von einem Freund, der in Göztepe als Bauunternehmer tätig ist.
Das Grundstück des Spielzeugmuseums hätte nicht nur Sunay Akın, sondern seine ganze Sippschaft reich machen können.
Er hingegen verkauft Eintrittskarten für fünf oder zehn Lira und verzichtet auf die Rendite des wertvollen Grundstücks, um stattdessen mit dem Spielzeugmuseum den Horizont der Kinder zu erweitern.
Es ist offensichtlich, dass er auch das Paradies anstrebt.
Möge er ein langes Leben haben, was soll ich sagen; in der heutigen Zeit ist es nicht jedermanns Sache, zu leben, ohne sich der Gier zu beugen.
Wie dem auch sei, seit jenem Tag ist viel Zeit vergangen.
Sein engster Freund ist der Bürgermeister von Istanbul, der andere ist früh verstorben.
Danach wurde Sunay Akın noch präsenter.
Er zieht die Aufmerksamkeit der Menschen nicht nur mit seinen Theaterstücken auf sich, sondern auch mit seinen politischen Ansichten.
Sunay Akın, der sich mit seinem starken intellektuellen Hintergrund und seinem reinen Gewissen schon immer die Anerkennung der Menschen verdient hat, gewinnt nun auch im politischen Klima an Zuspruch.
Es scheint, als blieben auch die Götter diesem Prozess nicht gleichgültig gegenüber und würden ihm eine Aufgabe übertragen.
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