TÜBİTAK ist das Juwel unseres Landes.
Es wurde 1963 gegründet.
Bisher gibt es noch keine ernsthafte Dokumentation darüber.
Ich dachte, vielleicht drehen sie eine zum 60. Jubiläum im Jahr 2023, aber wir haben keine ernsthafte Produktion gesehen.
Vielleicht drehen sie eine im Jahr 2063.
Wie dem auch sei, das ist nicht unser Thema.
Unser Thema sind Videos, die mir über die TÜBİTAK, die wissenschaftliche Forschungsprojekte unterstützt, in den Feed gespült wurden.
Einige Projekte, die nicht von der TÜBİTAK unterstützt wurden, seien von anderen internationalen Institutionen gefördert worden.
Ich weiß nicht, ob das wahr oder gelogen ist.
Wahrscheinlich ist es gelogen.
Da ich bisher vier TÜBİTAK-Projekte geleitet habe – und zwar zu einer Zeit, als die FETÖ-Anhänger noch nicht vollständig in die TÜBİTAK eingedrungen waren –, habe ich mich mit dem Thema befasst.
Nachdem sie eingedrungen waren, verschloss sich die TÜBİTAK uns gegenüber.
Sie öffnete sich den Insekten.
Während ich mich damit beschäftigte, fand ich zufällig einen alten Brief auf meinem Computer.
Ich habe ihn verfasst, als ich Dozent war.
Das muss also in den 2010er Jahren gewesen sein.
Er wurde auch per Fax an die TÜBİTAK übermittelt.
Was in dem Brief stand, veröffentliche ich hier wortgetreu.
AN DIE PRÄSIDIALABTEILUNG FÜR WISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNGSPROJEKTE DER TÜBİTAK
Zunächst möchte ich die TÜBİTAK für ihre Unterstützung der türkischen Wissenschaftsgemeinschaft beglückwünschen. Ich habe mit den Mitteln der TÜBİTAK eine äußerst zufriedenstellende Doktorarbeit durchgeführt.
Ich möchte Ihnen jedoch die wahre Geschichte des Prozesses bezüglich meiner Arbeiten der letzten zwei Jahre schildern.
Um Unterstützung für ein von mir vorbereitetes wissenschaftliches Forschungsprojekt (meiner Meinung nach wissenschaftlich) zu suchen, habe ich mich bei der TÜBİTAK beworben. Nach der Ablehnung meines ersten Antrags habe ich das Projekt im Lichte der erhaltenen Empfehlungen überarbeitet und mich erneut beworben. Doch es kam erneut zu einer negativen Entscheidung. Daraufhin habe ich das Projekt weiter verkleinert und mich zweimal für das Schnellförderprogramm beworben, doch die Ergebnisse waren wieder negativ. Daraus habe ich verstanden, dass mein Projekt wissenschaftlich nicht ausreichend ist. Dennoch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben und mich auf die Suche nach neuen Ressourcen gemacht.
Ich habe EU-Fonds als neue Quelle in Betracht gezogen. Nachdem ich die Hoffnung bei der TÜBİTAK aufgegeben hatte, beschloss ich, mein Projekt in ein EU-Projekt umzuwandeln. Letztendlich wurde mein Projekt infolge eines Antrags, den ich mit einem Team aus europäischen Universitäten stellte, angenommen. Die Fördersumme des EU-Projekts ist fast sechsmal höher als das, was wir von der TÜBİTAK gefordert hatten. Nach inoffiziellen Informationen aus europäischen Quellen wurde das Projekt unter 130 Projekten als das mit der höchsten Punktzahl für förderwürdig befunden.
Nach dieser kurzen Geschichte danke ich der TÜBİTAK dafür, dass sie mein Projekt nicht angenommen hat. Wäre das Projekt angenommen worden, wäre es unmöglich gewesen, den heutigen Stand zu erreichen. Als lokales Projekt wäre es in Regalen und zwischen Akten verloren gegangen. Doch dank der Nicht-Unterstützung durch die TÜBİTAK hat das Projekt die Freiheit erlangt, ein internationales Projekt zu werden.
Der Grund für das Schreiben dieses Briefes ist nur ein kleiner Vorwurf und ein riesiges Dankeschön.
Während ich die große Ehre habe, der TÜBİTAK für ihre Unterstützung der türkischen Wissenschaftsgemeinschaft, die sie geleistet hat und leisten wird, meine Dankbarkeit auszudrücken, reiche ich hiermit den Antrag ein, das Gutachter- und Panel-System einer erneuten Prüfung zu unterziehen.
Doz. Dr. Gökhan Arslan
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