Der Sieger des jahrelangen Streits steht endlich fest.
Da der Kemalismus bis zum Ende des Kalten Krieges andauerte, dauerte es etwas länger, bis der Sieger zum Vorschein kam.
Die Türkei, die von der Gülen-Bewegung (FETÖ) und den sogenannten „Zweite-Republik-Anhängern“ – wie ein getunter Wagen mit dem Aussehen eines Falken – als Ersatz für die vermeintlich gestürzte etablierte Ordnung geplant war, scheiterte in der Nacht des 15. Juli am Widerstand von Präsident Erdoğan. Damit wurden Name und Identität des Siegers dieses hundertjährigen Kampfes endgültig geklärt.
Die Haltung, die die patriotische türkische Armee gegenüber den putschistischen Anhängern der Bewegung und ihren politischen Partnern einnahm, hielt für die Geschichte fest, dass der Sieger für weitere tausend Jahre Kemal Pascha heißt.
Jener Kemal Pascha, der vor hundert Jahren in den folgenden Zeilen klar und deutlich sagte, wer der Sieger ist:
Ein zerstörtes Land am Rande des Abgrunds
Blutige Kämpfe mit allerlei Feinden
Jahrelange Kriege
Danach ein neues Vaterland, eine neue Gesellschaft und ein neuer Staat, die im In- und Ausland mit Respekt anerkannt werden
Und unaufhörliche Revolutionen, um dies zu erreichen
Möge Gott sich des großen Befehlshabers und seiner Waffenbrüder erbarmen, die die Türken vor dem Untergang und der Heimatlosigkeit bewahrt haben; ihre edlen Seelen mögen in Frieden ruhen.
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