Versuch mal zu schreiben,
Und dann auch noch über Kunst zu schreiben…
An einem Tag wirst du Zeuge des Leids in Gaza, beobachtest die Hoffnungslosigkeit in den Augen der Kinder und die Ungerechtigkeiten in vielen Ecken der Welt, und am nächsten Tag tritt dir das Bild der Gewalt, die eine Frau erlebt hat, entgegen…
An einem Tag wirst du Zeuge, wie Recht und Verfassung mit Füßen getreten werden. Der Begriff der Gerechtigkeit verliert seine Bedeutung, und du versuchst, in einer Welt zu atmen, in der unsere Rechte und Freiheiten geraubt werden...
Der Aufstand der Rentner, der Mord an einem Taxifahrer – jede Geschichte für sich, jeder Schmerz ein Stich ins Herz.
Versuch mal zu schreiben,
Und dann auch noch über Kunst zu schreiben…
Inmitten all dieses Leids.
Die Hilflosigkeit der Worte, die nicht ausreichen, um das wahre Gewicht der erlebten Tragödien zu tragen…
Kann das Schreiben dennoch ein Weg sein, unsere inneren Stürme auszudrücken und das Erlebte zu verstehen?
Kann das Schreiben, um diese tragischen Geschichten zu erzählen, und zwar unter Verwendung der Kunst, Teil des Bemühens werden, den Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, einen Sinn zu verleihen?
So viele Fragen in meinem Kopf…
Es besteht auch die Gefahr, in die Lage zu geraten, „sich die Haare zu kämmen, während das Viertel brennt“.
Dann sage ich mir: Was soll's, egal was wer sagt…
Schreib…
Und schreib über Kunst…
Ich weiß, wenn wir nicht schreiben, werden die Tode der Kinder in Gaza nur eine kalte Statistik bleiben, die wir in den Nachrichten sehen.
Auch der Künstler muss auf seine Weise schreiben.
Die Hilflosigkeit und der Widerstand zwischen den Linien auf der Leinwand des Malers können zum Schrei dieser Kinder werden.
Wenn wir nicht schreiben, werden wir die Gelegenheit verpassen, das Leid der Frauen zu verstehen und eine Haltung gegen dieses Leid einzunehmen.
Lass uns schreiben, aber am besten sollte auch der Dichter schreiben.
Denn nur in den Versen des Dichters kann dieses Leid zum Ausdruck gebracht und die tiefen Wunden, die es in den Seelen hinterlässt, beschrieben werden.
Der Aufstand der Rentner, der Mord an einem Taxifahrer; lass uns schreiben, damit diese nicht nur als Schlagzeilen in den Nachrichten bleiben…
Recht, Verfassung; die Grundpfeiler der Gesellschaft wanken. Lass uns schreiben, damit die Kunst das Beben abbilden und die Betrachter zum Nachdenken und Handeln aufrufen kann…
Lass uns also auch schreiben, um die Kunst zu würdigen.
Lass uns schreiben, damit die Kraft des Stiftes und der Kunst, indem sie die Werte und das Gewissen der Gesellschaft wachhält, zu einem Katalysator für Veränderungen werden kann.
Vielleicht kann die Kunst nach diesen schweren Tagen ein Fundament für den Wiederaufbau der Gesellschaft bilden und den Weg in eine Zukunft ebnen, in der die Gerechtigkeit eines Tages wiederhergestellt wird.
In einer Welt, in der alle Werte in Schutt und Asche liegen, kann der Widerstand der Kunst den Glauben der Menschheit an das Gute und an die Gerechtigkeit lebendig halten.
Lass uns also schreiben…
Und diese traurigen Geschichten werden vielleicht eines Tages eine Hoffnung keimen lassen, in der das Licht wieder erstrahlt.
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