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Wer ging als Erster zur Tuzla-Infanterieschule, nachdem das Atatürk-Foto nicht angesteckt wurde?

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Wir werden buchstäblich mit Themen überflutet. Uns schwindelt vom Beobachten der Geschehnisse, und wir wissen kaum noch, worauf wir uns konzentrieren sollen.

Sowohl im Sinne der kontinuierlichen Berichterstattung als auch deshalb, weil die regierungsnahe Presse die Reaktionen auf die jüngsten Ereignisse als „Vorbereitung eines Putschbodens“ darstellt und das Thema zwanghaft mit diesem Vorfall verknüpft, wollen wir über die neuesten Entwicklungen in der Untersuchung zur Tuzla-Infanterieschule sprechen.

Sie kennen den Vorfall. Es wurde berichtet, dass ein Leutnant, dem eine „sekterische“ Gesinnung nachgesagt wird, sich bei der Gedenkfeier für Atatürk am 10. November in dieser Schule weigerte, das Atatürk-Foto an sein Revers zu stecken, woraufhin es zu Diskussionen kam, die in einer Schlägerei endeten.

Nachdem die regierungsnahe Presse aus diesem Vorfall eine „Leutnants-Junta“ konstruiert hatte, wurde bekannt gegeben, dass die zwei Leutnante, die sich geweigert haben sollen, das Atatürk-Foto zu tragen, sowie die vier Leutnante, die darauf reagierten, von der Schule suspendiert wurden. Später wurde mitgeteilt, dass alle diese Leutnante mit dem Ziel des Ausschlusses aus den Türkischen Streitkräften (TSK) vor das Hohe Disziplinarkomitee (YDK) des Heereskommandos (KKK) geladen wurden.

Vor drei Tagen schrieben wir, dass das Hohe Disziplinarkomitee des Heeres am 18. Januar zusammentreten und über das Schicksal der Leutnante entscheiden werde.

3 LEUTNANTE WERDEN NICHT AM YDK TEILNEHMEN

Lassen Sie uns nun eine neue Information teilen, die wir erhalten haben.

Die 4 Leutnante, die auf das Nichtanstecken des Atatürk-Fotos reagiert hatten, sowie ihre Anwälte werden an der Sitzung am 18. Januar teilnehmen und eine mündliche Verteidigung vorbringen.

Die anderen 3 Leutnante und ihre Anwälte werden nicht an der YDK-Sitzung teilnehmen und sich damit begnügen, eine schriftliche Verteidigung einzureichen.

BEGRÜNDUNG: „DIE ENTSCHEIDUNG STEHT VON VORNHEREIN FEST“

Natürlich sind wir den Gründen für diese Haltung nachgegangen. Die Begründungen, die im engen Umfeld der 3 Leutnante geäußert werden, lauten wie folgt:

„Der Prozess wurde so einseitig, parteiisch und verantwortungslos geführt, dass wir kein Vertrauen in das YDK haben. Es setzt sich selbst an die Stelle eines Gerichts. Wir betrachten das YDK nicht als unabhängig oder neutral. Sie haben keinen eigenen Willen. Das Verteidigungsministerium hat definitiv Anweisungen gegeben. Deshalb glauben wir nicht, dass sie eine faire und gerechte Entscheidung treffen werden. Sollen sie ihre Entscheidung selbst treffen. Es sieht so aus, als würden sie die Entlassung aus den TSK beschließen. Aber die Sache wird hier nicht enden. Natürlich wird gegen diese Entscheidung Klage auf Aufhebung eingereicht. Wir glauben, dass wir bei den Verwaltungsgerichten bessere Ansprechpartner finden werden.“

DER NAME IM VISIER

Das enge Umfeld der 3 Leutnante hat noch weitere Vorwürfe.

Sie betonen, dass sie nicht nur die Ereignisse vom 10. und 13. November in der Tuzla-Infanterieschule Minute für Minute beweisen werden, sondern auch einige Vorfälle der letzten 5 Jahre aufdecken wollen.

Sie beschuldigen insbesondere den Rektor der Nationalen Verteidigungsuniversität, Prof. Erhan Afyoncu, sowie das Untersuchungsteam und erklären Folgendes:

„Sobald der Vorfall vom 10. November bekannt wurde, kam Erhan Afyoncu zur Schule und maßregelte den Leutnant, der sich geweigert haben soll, das Atatürk-Foto anzustecken, sowie dessen Freunde 10 bis 15 Minuten lang mit den Worten: 'Warum habt ihr es nicht angesteckt?'. Danach versammelte er die anderen Leutnante und hielt eine Rede, in der er sagte: 'Macht euch keine Sorgen, wir beschützen Mustafa Kemal Atatürk.' Das erste Untersuchungsteam, das eintraf, handelte vollständig im Einklang mit den Wünschen der 'aggressiven' Gruppe. Erhan Afyoncu griff ebenfalls von außen ein. Es gibt Gerüchte, dass das zweite Team, an dessen Spitze ein General stand, nach Abschluss der Untersuchung zu Erhan Afyoncu gegangen sei.“

Wir halten fest, dass sich die 3 Leutnante und ihre Anwälte darauf vorbereiten, wegen des Vorwurfs der „Strafvereitelung und Amtsmissbrauchs“ Strafanzeige gegen Rektor Erhan Afyoncu und das Untersuchungsteam zu erstatten.

Eine letzte Anmerkung:

Wir hatten bereits zuvor geschrieben, dass auch das Team des SADAT-Gründers, des pensionierten Generals Adnan Tanrıverdi, neben der Führungsebene der TSK auch den Rektor der Nationalen Verteidigungsuniversität, Prof. Afyoncu, beschuldigt hat.

Die Behauptung lautet, dass die eigentliche Unruhe nach dem Bericht der regierungsnahen Zeitung Yeni Şafak mit der Überschrift „Leutnants-Junta“ entstanden sei und Prof. Afyoncu versucht habe, sich mit dem Eigentümer der Zeitung, Ahmet Albayrak, zu treffen, dieser jedoch abgelehnt habe!..

Findet hier etwa ein Machtkampf zwischen den Machtzentren innerhalb der Regierung über den Vorfall in der Tuzla-Infanterieschule statt?!