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Bestimmen unsere Kindheitserfahrungen unsere Studienwahl?

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Eines der Themen, über die wir in den letzten Tagen am meisten gesprochen haben, sind, wie Sie sich denken können, die Ergebnisse der YKS-Platzierungen. Selbst wenn wir nicht persönlich an der YKS, oder wie sie im Volksmund genannt wird, der „Universitätsprüfung“, teilgenommen haben, bekommen wir durch unsere Familie, unsere Angehörigen, unser Berufsleben oder unser soziales Umfeld auf irgendeine Weise alle Prozesse rund um diese Prüfung mit. 

Auch ich verfolge die YKS aufgrund meines Berufs und meines sozialen Umfelds sehr genau und bin mir bewusst, dass dieser Prüfung aufgrund der Bedingungen in unserem Land seit Jahren eine enorme Bedeutung beigemessen wird. Mein Ziel mit diesem Artikel ist es jedoch nicht, diese Bedeutung oder Sinnlosigkeit zu diskutieren; ich möchte lediglich darauf aufmerksam machen, dass sogar unsere Studienwahl durch unsere Kindheit bestimmt wird.

Wir befinden uns in einem Prozess, in dem die Bildung sowohl in unserem Land als auch weltweit einen sehr schnellen Wandel und Umbruch durchläuft. Natürlich spiegelt sich dieser Wandel auch in der Hochschulbildung wider, und die Herangehensweise der Menschen an die Hochschulbildung sowie ihre Erwartungen daran verändern sich. Diese weltweite Differenzierung gilt auch für unser Land, doch der grundlegendste Grund für die unterschiedlichen Erwartungen in unserem Land ist leider die Wirtschaft! Wenn wir die technologischen Entwicklungen einmal beiseite lassen; wenn wir bedenken, dass wir von Zeiten, in denen man nach dem Abschluss der Mittel- oder Oberschule einen guten Job fand, zu heutigen Tagen gekommen sind, an denen man selbst mit einem Master- oder sogar Doktortitel kaum eine gute Anstellung findet, ist es eigentlich nicht sehr überraschend, dass die wirtschaftlichen und beruflichen Erwartungen der Menschen an die Hochschulbildung stark voneinander abweichen. 

Für Entwicklungsländer wie die Türkei ist die Hochschulbildung immer noch ein Mittel zur Berufsausbildung oder Arbeitssuche, während die Sichtweise auf die Hochschulbildung in entwickelten Ländern eine andere ist. In diesen Ländern besteht die Erwartung an die Hochschulbildung neben der Vermittlung beruflicher Kompetenzen auch in der Vervollständigung der persönlichen Entwicklung und der Steigerung des sozialen Nutzens. Da in entwickelten Ländern gesellschaftlicher Wohlstand herrscht, ist das Niveau der wirtschaftlichen Sorgen der Individuen nahezu gleich null, und sie können sich stärker auf ihre persönlichen Interessen und Talente konzentrieren. Tatsächlich beginnt diese Fähigkeit zur Fokussierung bereits in der Kindheit und führt durch stetige Förderung zum Erfolg. Kinder, die träumen können und die Gelegenheit erhalten, ihre Träume oder Ideale zu verwirklichen, können sich selbst verwirklichen, und die Gesellschaften, in denen diese Kinder leben, gewinnen immer.

Für unsere Gesellschaft sieht die Lage derzeit nicht sehr rosig aus, aber es ist noch nicht zu spät, Schritte zu unternehmen! An dieser Stelle kommen mir die Worte von Tom Peters in den Sinn, der sagte: „Wenn es Ihrem Unternehmen gut geht, verdoppeln Sie Ihr Bildungsbudget; wenn es Ihrem Unternehmen schlecht geht, vervierfachen Sie es.“ Ich stimme diesem Zitat zu und möchte es um einen weiteren Punkt ergänzen: „Wenn es Ihrem Unternehmen gut geht, verdoppeln Sie Ihr Bildungsbudget; wenn es Ihrem Unternehmen schlecht geht, vervierfachen Sie es, und wenn Ihre Kinder nicht einmal mehr träumen können, verachtfachen Sie es!“